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Nagold Power durch Zumba und Pole-Fitness

Diana Brändle, vom 13.12.2011 11:40 Uhr
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Ausdauertraining, ein gutes Körpergefühl und ganz viel Spaß: Bei Zumba und Pole-Fitness ist Elisabeth Galonska voll in ihrem Element. Foto: Fritsch/Brändle
Ausdauertraining, ein gutes Körpergefühl und ganz viel Spaß: Bei Zumba und Pole-Fitness ist Elisabeth Galonska voll in ihrem Element. Foto: Fritsch/Brändle

Nagold - »Schulsport habe ich gehasst!« Ein Zitat von Elisabeth Galonska, das man ihr nicht so recht glauben mag. Die 31-jährige aus Nagold ist hauptberuflich Tanzlehrerin und hat mit Zumba und Pole-Fitness die angesagtesten Fitness-Trends in die Region gebracht.

Eines war für Elisabeth – trotz der Abneigung gegen Schulsport – schon früh klar: »Ein Bürojob kommt für mich nicht in Frage, dazu bin ich viel zu quirlig.« So unterstützten die Eltern die damals 19-Jährige nach ihrem Abitur am Otto-Hahn-Gymnasium 1999 in ihrem Wunsch, Tanzlehrerin zu werden. »Standard- und Latein ist die Basis, damit fängt jeder Tänzer an«, erinnert sie sich an ihre Ausbildung bei der Tanzschule Gayer, die damals noch in Nagold vertreten war. Zu dieser Zeit war das Video-Clip-Dancing sehr beliebt, so entdeckte sie ihre Begeisterung für moderne Tanzstile.

Nach vier Jahren bei der Tanzschule Gayer in Nagold schloss Elisabeth die »Event and Animation Academy« in Hechingen mit dem von der IHK geprüften Abschluss als »Fachberaterin in Freizeit und Fitness« und »Animateurin« ab. Zu diesem Kurs gehörte auch ein sechsmonatiges Praxissemester, das sie in einem Ferienclub auf Mallorca absolvierte. Die Zeit als Animateurin begeisterte sie so sehr, dass sie nach ihren Prüfungen weiter für zwei Saisons auf der Urlaubsinsel Mallorca arbeitete.

Auch Theater-, Comedy- und Moderationstraining

2006 zurück in Deutschland, baute sie sich zwei Standbeine auf. Neben ihrer Arbeit in der Tanzschule von Olaf Solzin in Tübingen ist sie seither Dozentin an der Volkshochschule Oberes Nagoldtal. Vor allem Fitness-Kurse für Frauen liegen ihr. Neben Aerobic, Tae Bo, Workout mit dem Flexi-Bar, Wirbelsäulengymnastik und Video-Clip-Dancing bietet sie auch Theater-, Comedy- und Moderationstraining an.

Anfangs gab sie Kurse in Aerobic mit Latin-Style und »Strip and Move«, was Zumba-Fitness sehr nahe kommt. Seit Juni dieses Jahres ist sie zur Zumba-Fitness-Instructorin ausgebildet und leitet Kurse in Nagold und Tübingen. Damit liegt sie voll im Trend, denn Zumba setzt seit einigen Monaten die sportbegeisterte, meist weibliche Bevölkerung in wahre Tanzthysterie. Als Workout mit Spaßfaktor hat sich der Sport einen Namen gemacht. Stile wie Salsa, Flamenco, Merengue oder Calypso, die man meist vom Standard-Tanz kennt, werden dabei aneinandergereiht und zum Ausdauertraining verpackt.

Wer es lieber akrobatisch mag, für den bietet Elisabeth Galonska Pole-Fitness an. Was die Mehrheit aus der Disco oder einschlägigen Nachtclubs als Tanz an der Stange kennen mag, ist eine kräftezehrende Sportart, die höchste Körperbeherrschung erfordert. Dem anrüchigen Hauch, mit dem Pole-Fitness anfangs behaftet war, entgegnet die Trainerin mit einem energischen Kopfschütteln: »Beim Pole-Fitness baut man ein gutes Körpergefühl auf. Es ist ein Kraftsport, natürlich mit aufreizenden Bewegungen, aber alles ist sexy und nichts obszön – das ist ein großer Unterschied.«

Die Nagolderin ist Deutschlands erste SAFS-Pole-Fitness-Instructorin. Ihren Pole-Fitness-Kurs bietet sie derzeit nur in der Tanzschule »Olaf S.« in Tübingen an. »In Nagold wäre das nicht gefragt, da würde sich die Investition in die Stangen wohl nicht lohnen.« Trotzdem ist sie stolz, Pole-Fitness in der Region aufgebaut zu haben.

Die Teilnehmerinnen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Das habe aber nichts mit den Bewegungen oder nackter Haut zu tun, bekräftigt Elli. Vielmehr sollten die Mädchen ihren Körper für diese Sportart gut kennen, da es anfangs darum geht, Kraft und Körperspannung aufzubauen. Neben den Muskeln stärkt Pole-Fitness aber vor allem das Selbstbewusstsein. »Im Basis-Kurs geht es zunächst um erste Bewegungen um die Stange. Kurs für Kurs bauen die Mädels dann das Selbstvertrauen auf, sich auch mal kopfüber an die Stange zu trauen.«

Auffällig ist auch, dass in ihren Kursen »ganz normale Mädchen«, wie die Trainerin immer wieder betont, teilnehmen. Die Wenigsten kommen in die Tanzschule, um später als GoGos in Diskotheken zu arbeiten. Elisabeth ist regelmäßig von der Entwicklung ihrer Schützlinge überrascht. »Die ›grauen Mäuschen‹, die zur ersten Schnupperstunde hier reinkommen, entwickeln sich innerhalb einiger Monate zu echten Ladies. Sie bekommen eine ganz andere Selbstsicherheit, eine bessere Körperhaltung und eine kräftige Rückenmuskulatur«, erzählt sie sichtlich stolz.

Inzwischen ist Elisabeth Galonska 31 Jahre alt und seit zwölf Jahren in ihrem Job. »Klar gibt es auch Tage, an denen mir die Motivation fehlt«, räumt die ansonsten sehr lebhafte Nagodlerin ein. Trotzdem muss sie in ihren Kursen in der ersten Reihe stehen und die Teilnehmer für den Sport begeistern. Woher nimmt sie die Power dazu? Elisabeth erklärt es so: »Viele Frauen kommen direkt nach der Arbeit in meinen Kurs. Sie wollen beim Sport von der Anspannung im Alltag abschalten und eine Stunde lang nur etwas für sich tun.« Das ist für die Tanzleherin der größte Ansporn. »Wenn ich während dem Kurs sehe, wie die Gesichter strahlen, ist es das größte Kompliment für mich. Das gibt mir selbst soviel zurück.«

Auf die Frage, wie sie ihre Freizeit verbringt, folgt promt: »Ohne Sport«. Wo andere Frauen in ihrem Alter die freien Abende in Diskos feiern gehen, ist Musik und Tanzen für Elli immer auch mit Arbeit verbunden. So genießt sie die Wochenenden mit der Familie, bei Freunden, oder einfach in aller Ruhe auf der Couch.

Auch nach zwölf Jahren ist sie überzeugt: »Ich habe einen Traumjob«. Dass sie diesen Extremsport aber nicht dauerhaft ausüben kann, ist ihr bewusst: »Mein Körper zeigt mir schon manchmal meine Grenzen auf.« Konkrete Vorstellungen von ihrer Zukunft hat sie aber nicht: »Ich genieße mein Leben momentan total. Ich denke, der Weg geht immer irgendwie weiter.«

Dass dieser Weg für sie aber so lange wie möglich tänzerisch weitergeht, ist für die Trainerin genauso wie für jeden Kursteilnehmer und Zuschauer offensichtlich. Denn selbst nach nach mehreren Stunden kräftezehrenden Tanz- und Krafttrainings wird Elisabeth Galonska nicht müde, ihre Schülerinnen zu motivieren. Sie sprüht vom Kopf bis zu den Zehenspitzen vor Körperspannung und Energie.

Weitere Informationen:


Wer Lust auf Zumba oder Pole-Fitness hat, kann sich unter www.olaf-s.de und www.vhs-nagold.de informieren. Nächste Gelegenheit ist das »After-Feiertage-Workout« bei der VHS Nagold am 27. und 29. Dezember. Wer die Feiertage sprichwörtlich satt hat, kann dort mit Zumba gegen die angefutterten Weihnachtspfunde antanzen.

 

Kommentare (1)
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DEZ
14
09:08 Uhr, geschrieben von Zumba-Willige
Leider, leider...
...ist der Kurs bereits belegt. Schade!!
Kein Pfusch im Kreiskrankenhaus
Gericht weist Klage zurück. Vorgehen bei OP hat medizinischen Anforderungen entsprochen.
Der traditionelle "Weiberausflug" des Frauenchors Emmingen führte die Sängerinnen in diesem
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