Nagold Nagolds Wehr übt in der Fabrikhalle für den Ernstfall

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Ein ungewöhnlicher Übungsort: Nagolds Wehr trainierte in einer Halle von Wagon Automotive. Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Nagold. Die Mitarbeiter verlassen ruhig das Gebäude, treffen sich am Sammelplatz. Aus der Ferne erklingen bereits Martinshörner und blaue Signallichter scheinen durch Dunkelheit und Regen. Wenige Minuten nach der Alarmierung trifft die Nagolder Wehr an der Pforte ein. Der Schichtleiter ist sofort vor Ort und setzt die Brandbekämpfer ins Bild: Im Technikbereich einer der Produktionshallen von Wagon Automotive ist ein Feuer ausgebrochen. Dort befinden sich Büro- und Sozialräume, und die Zählung der Mitarbeiter hat ergeben: Drei von ihnen fehlen. Einer von ihnen muss den Handdruckmelder aktiviert und damit den Alarm ausgelöst haben.

Dieser Übungsannahme stellten sich 40 Feuerwehrleute der Nagolder Abteilung jetzt auf dem Wolfsberg. Unterstützt wurden sie von 23 Mötzinger Wehrleuten sowie sieben Angehörigen des DRK. Auch Vertreter der Polizei beobachteten die Übung.

Rasch gelangen die Fahrzeuge zur Halle

An der Pforte haben die Einsatzkräfte nicht nur einen Hauptschlüssel, sondern auch die Feuerwehrpläne der Halle erhalten. Diese sowie die Rückmeldung des Schichtleiters hätten ein gezieltes Vorgehen ermöglicht, so der Nagolder Abteilungskommandant und stellvertretende Stadtbrandmeister Philipp Katz. Rasch konnten die zahlreichen Fahrzeuge über das Gelände gelangen und an der richtigen Halle Stellung beziehen. Der Plan zeigte ihnen außerdem, wo der betätigte Handdruckmelder und somit vermutlich die vermissten Personen zu finden sind.

Nach einer Erkundung konnte die Rettung der drei Personen aus den verrauchten Technikräumen beginnen. Etwa 12 Minuten nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte am Haupttor sind alle drei Dummies sicher ins Freie gebracht. Anschließend wurde der als einsturzgefährdet angenommene Bereich geräumt. Von außen begann unterdessen der Löschangriff mit Löschfahrzeug und Drehleiter mit Korb. Die direkt angebaute Halle sicherten die Wehrleute gegen übergreifendes Feuer.

"Für die Größe der Übung ist das sehr gut gelaufen, das Ergebnis ist positiv", freute sich Philipp Katz nach getaner Arbeit. Nur wenige Kleinigkeiten mit Verbesserungspotenzial habe die Einsatzübung zu Tage gefördert. Beispielsweise könnte es sinnvoll sein bei der Mötzinger Wehr Infomaterial über Lage und Zufahrt des Gebäudes zu hinterlegen, welches die Kameraden erst beim Eintreffen erhielten. Außerdem brachte Katz seinen Dank zum Ausdruck, dass die Übung überhaupt stattfinden konnte: "Wir sind froh, dass wir in großen Unternehmen üben dürfen." Die Firmenleitung habe sich auch an der Organisation der Übung beteiligt.

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