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Nagold Märchen wird auf der Burg lebendig

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Foto: Rousek Foto: Schwarzwälder-Bote

Ein kleines, verrückt aussehendes Männchen rennt durch die Menge, die Kinder kriegen sich kaum noch ein vor Lachen: Rumpelstilzchen machte am Sonntag bei einer Märchenaufführung die Burg Hohennagold unsicher. Und vermittelte dabei eine wichtige Botschaft.

Nagold. "Oldies sind doch immer in", meinte der erste Vorsitzende der Aktiven Selbsthilfegruppe "Miteinander" (ASM) Kurt Brei, die den Märchennachmittag organisiert hatte. Deshalb kämen gerade Märchen nie aus der Mode. Das sah offenbar auch das Publikum so: Rund 100 Menschen, zumeist Eltern mit Kindern, waren gekommen, um sich das Stück der Theatergruppen "das chamaeleon" und "Pina Bucci Teatro" vor der märchenhaften Kulisse der Burg anzusehen.

Das gesamte Märchen wurde von nur drei Schauspielerinnen verkörpert: Pina Bucci, Clara Cazzanelli und Dorothee Jakubowski. Klar, dass die drei – zumindest am Anfang – praktisch im Minutentakt in andere Rollen schlüpfen mussten. So stellte beispielsweise Jakubowski sowohl den armen Müller, den König wie auch Marie, die treue Magd der Königin, dar. Die Theatergruppen hatten das Märchen der Gebrüder Grimm sprachlich etwas aufpoliert: Der Müller hatte plötzlich einen urschwäbischen Dialekt, während Rumpelstilzchen abwechselnd auf Deutsch und Italienisch vor sich hin tobte. Die Handlung des Märchens aber, beließen die Produzenten größtenteils nahe am Original – bis auf kleine Modernisierungen.

"Mei Louisa kann sogar Stroh zu Gold spinnen", protzte der Müller. Nichtsahnend, dass diese Flunkerei bald immer größere Kreise ziehen würde. Denn der König lud die Müllerstochter Louisa, gespielt von Cazzanelli, zu sich ein und zwang sie dazu, aus einem Sack Stroh Gold zu spinnen. Da tauchte plötzlich ein kleines, merkwürdiges Menschlein auf, das Louisa half. Einmal, zweimal und sogar ein drittes Mal. Allerdings gegen eine beinahe unmenschliche Forderung: Das Männchen wollte Louisas erstes Kind. Sie willigte ein und wurde damit zur Königin.

Unbändige Energie von Rumpelstilzchen steckt auch die Kinder an

Die unbändige Energie, mit der Bucci das Rumpelstilzchen spielte, steckte vor allem die Kinder im Burghof an und brachte sie zum Lachen. Manche knieten sich sogar auf die Bierbänke, die für die Aufführung aufgestellt wurden, um besser sehen zu können.

"Wenn man einmal nicht die Wahrheit sagt, hört das nie auf", klagte Louisa, als das Männchen einige Zeit später kam und seinen "Gewinn" einforderte. Es sei nicht immer leicht die Wahrheit zu sagen, aber doch lohne es sich, sagte sie an das Publikum gewandt. Eine wichtige Botschaft, gerade für die kleinen Gäste der Theateraufführung. Das kleine Männchen ließ sich unterdessen auf einen letzten Handel ein: Wenn die Königin seinen Namen errät, darf sie ihr Kind behalten. Louisa schickt ihre Magd Marie los, um Namensideen zu sammeln. Jakubowski rannte durch das Publikum im Burghof und fragte die Kinder nach ihren Namen, um sie aufzuschreiben. Die machten mit Begeisterung mit und verrieten ihn nur allzu gerne. Zufällig lauschte Marie dann auch dem Männchen, das auf der Wiese im Hof herumtanzte und sang: "Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß."

Damit war das Rätsel gelöst und Louisa überglücklich – ganz im Gegensatz zu Rumpelstilzchen, das bitterlich weinte. In der modernisierten Version der beiden Theatergruppen gab es aber ein "Happy-End": Die Königsfamilie und Rumpelstilzchen wurden Freunde.

Um den glücklichen Ausgang des Märchens zu feiern, holten die Schauspielerinnen die Kinder aus dem Publikum nach vorne und tanzten mit ihnen im Kreis. Alte Märchen scheinen wirklich "in" zu sein.

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