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Nagold Hochdorf wird zur Narrenhochburg

Uwe Priestersbach, vom 16.01.2012 08:02 Uhr
So eine Fasnetshexe hat auch Kuschelbedarf. Am Hochdorfer Nachtumzug nahmen rund 1500 Hästräger teil. Foto: Priestersbach
So eine Fasnetshexe hat auch Kuschelbedarf. Am Hochdorfer Nachtumzug nahmen rund 1500 Hästräger teil. Foto: Priestersbach

Nagold-Hochdorf - Die Hochdorfer Narrenzunft verwandelte den Nagolder Stadtteil am Wochenende in eine brodelnde Narrenhochburg. Tausende strömten zum traditionellen Nachtumzug, doch auch bei der Kinderfasnet mussten in der Daxburg-Halle zusätzliche Tische und Bänke aufgestellt werden.

Vor allem der Nachtumzug hat sich längst zum Markenzeichen der Fasnet in der Region entwickelt. Weit über 3000 überwiegend jüngere Besucher sorgten beim nächtlichen Event der Hochdorfer Narrenzunft für eine närrische Party und tolle Stimmung. Erst auf der Straße und anschließend in der Daxburg-Halle, den Zelten und Hochdorfer Wirtschaften wurde gefeiert, was das Zeug hält.

Bei den Narrenzünften der Region ist der Nachtumzug indes ebenso beliebt wie bei den Zaungästen. Immerhin beteiligten sich 43 Gruppen mit rund 1400 Hästrägern am närrischen Umzug. So säumten die Besucher am Freitag die Straßen und verfolgten begeistert den Aufmarsch von Hexen, Teufeln, Schellenträgern und Gugga-Musikern – die von Tommi Strohäker und Diana Mayer vom Rathausbalkon vorgestellt wurden. Mit von der Partie waren unter anderem die Narrenzünfte aus Göttelfingen, Rexingen, Tübingen, Horb, die Pfrondorfer Wäschbachhexen oder Herrenberger Schlossberghexen.

Dabei sorgten die fetzigen Klänge der Gugga-Musiker für ausgelassene Stimmung, während schaurige Hexen ihren Schabernack vornehmlich mit jüngeren Zuschauerinnen trieben. Hoch her ging es anschließend bei der Flecka-Fasnet, während in der Daxburg-Halle ein großes Narrenprogramm mit Brauchtums- und Showtänzen sowie lautstarker Gugga-Musik auf dem Programm stand.

Erstmals hatte man in diesem Jahr beim Nachtumzug allerdings aus Sicherheitsgründen Absperrungen im Bereich der Kreuzung beim Rathaus installiert – und auch die Einlasskontrollen wurden verschärft. "Das hat sich bewährt und es gab deutlich weniger Zwischenfälle als in den Vorjahren", erklärte ein rundum zufriedener Zunftmeister Sven Katz. Gut mitgezogen hatten vor allem auch die Mitglieder der Narrenzunft, und Sven Katz betonte, "ohne deren engagierten Einsatz wäre eine Fasnet in dieser Größenordnung gar nicht möglich". Lob gab es ebenso für die tatkräftige Unterstützung der Feuerwehren aus Hochdorf, Gündringen, Schietingen und Iselshausen sowie des Hochdorfer Musikvereins. "Das war der bisher gelungenste Nachtumzug", lautete das Resümee des Zunftmeisters mit Blick auf die tolle Stimmung auf den Hochdorfer Straßen.

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