Nagold Ganz perfekt ist das Glück diesmal nicht

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Bei der großen Abschlussfeier von "Jugend forscht" in Nagolds Stadthalle bekamen die erfolgreichen Teilnehmer ihre Preise überreicht (oben). Für Ilayda Ülker (unten rechts) war das ein besonderer Tag. Sie räumte mit Rebecca Niklaus nicht nur den Regionalsieg ab, sondern bekam auf der Bühne vom Publikum auch ein Geburtstagsständchen gesungen. Für Begeisterungsstürme sorgten bei Forschern und Publikum zwei Fußball-Freestyler. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder-Bote

Mit einer Wissenschaftsparty ging gestern in der Nagolder Stadthalle der Regionalwettbewerb Nordschwarzwald von "Jugend forscht" zu Ende. Trotz aller Feierlaune sind die Ausrichter doch nicht zu 100 Prozent glücklich mit Regionalwettbewerb Nummer 19.

Nagold. 88 Nachwuchswissenschaftler zeigten an zwei Tagen ihre 50 Experimente. Am ersten Tag unter Ausschluss der Öffentlichkeit den insgesamt 24 Juroren. Am zweiten Tag, dem gestrigen Freitag, der breiten Öffentlichkeit. Mehr als 1000 Schüler aus der Region nahmen die Forschungen ihrer Altersgenossen genau unter die Lupe.

Ab 15 Uhr dann der große Abschluss mit aufwendiger Feierstunde. All das lief wie immer reibungslos. Bestens durchorganisiert.

Und doch waren Wettbewerbsleiterin Nathalie Weber und Nagolds Patenbeauftragte Barbara Renz nicht zu 100 Prozent glücklich mit dem Regionalwettbewerb. Der Grund dafür ist, dass die Gesamtqualität der Arbeiten etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

"Da waren viele tolle Grundideen dabei"

Während die Juroren bei den jüngeren Forschern von "Schüler experimentieren" alle fünf dem Wettbewerb zugestandenen Regionalsiege – und damit die Startberechtigung für den Landeswettbewerb – vergeben konnten, fielen die Älteren in der Kategorie "Jugend forscht" etwas ab.

Sechs Plätze hätte der Nordschwarzwald beim Landeswettbewerb besetzen können, doch die Experten der Jury sahen nur bei drei Experimenten die Qualität, die es braucht, um beim Landeswettbewerb zu bestehen. "Damit ist auch in der Jury keiner so wirklich glücklich", sagt Wettbewerbsleiterin Nathalie Weber. "Aber für jede Entscheidung der Jury gibt es nachvollziehbare Gründe."

Großen Grund zu hadern gibt es für Renz und Weber trotzdem nicht, denn eines hat man in jedem Fall festgestellt: "Da waren viele tolle Grundideen dabei", sagt die Patenbeauftragte Barbara Renz. "Die können die Forscher dann bis zum nächsten Wettbewerb weiter ausbauen. Manche Projekte brauchen eben länger als nur ein Jahr."

Mit großer Freude haben die beiden registriert, dass mit die jüngsten Teilnehmer des Wettbewerbs, die beiden elfjährigen Ilayda Ülker und Rebecca Niklaus vom Nagolder Otto-Hahn-Gymnasium mit ihrer "Muffin-Challenge" einen Regionalsieg abgeräumt haben. "Die zwei haben sich wirklich zu einem tollen Team zusammengefunden", freut sich Nathalie Weber. Auch fachlich hätten die Jüngsten erstaunt und überzeugt: "Da steckt wirklich was dahinter", so Weber weiter.

Das haben offenbar auch die Teilnehmer registriert. Denn die kürten das Zweier-Team aus Nagold in einer Wahl zum "Sieger der Herzen". Und das nicht nur aus Sympathie, "sondern immer mit guten auch wissenschaftlichen Begründungen", wie Nathalie Weber registriert hat.

Platz zwei bei dieser Wahl ging an Teilnehmer, die mit die weiteste Anreise hatten: an Robert Mattes, Johanna Gerstenecker und Johannes Frankenberg vom Gymnasium in Meßstetten. Sie forschten im Fachgebiet Physik zum Thema "Oberflächenvermessung mit Hilfe eines Interferometers".

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