Nagold Die Gedanken werden auf Leinwand gebannt

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Seit Freitag können in den Räumen der VHS Nagold Werke von Alexander Wolkow besichtigt werden. Foto: Trommer Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Dorothee Trommer

Nagold. In der Volkshochschule in der Bahnhofstraße können sehenswerte Bilder eines jungen Talentes bewundert und auch erworben werden. Alexander Wolkow beschränkt sich nicht auf eine Technik, so findet man in dem früheren Postamt recht großformatige Bilder in Öl, Acryl oder auch Collagetechnik.

Alexander Wolkow ist in Kirgisien geboren und bereits im Alter von zwei Jahren nach Nagold gekommen. Seit seinem Jugendalter beschäftigt er sich mit sehr unterschiedlichen Kunstrichtungen und es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht seine Gedanken auf Leinwand an der Staffelei umsetzt. Es gab für ihn in den vergangenen Monaten und Jahren genug anderes zu bedenken, hat er doch vor einer Woche seinen Master in Pharmazeutische Wissenschaften abgelegt.

Angela Anding, die Leiterin der Volkshochschule im Oberen Nagoldtal begrüßte die zahlreichen Besucher zur zweiten Vernissage in der Volkshochschule in diesem Jahr. Der Kontakt war über Bärbel Reichert-Fehrenbach und Barbara Fischer vom Verein Stationäres Hospiz zustande gekommen. Im November hatte der junge Künstler im Gebäude des Hajo Schörle Verlags in Nagold ausgestellt, organisiert von Charity Events Nagold.

Wolkows Kunstlehrer aus Horb, wo er bis 2008 ins Gymnasium gegangen war, Albrecht Bopp, war auch zur Ausstellungseröffnung seines ehemaligen Schülers gekommen. Ein besonderes Talent hatte dieser schnell bei Alexander Wolkow entdeckt und diese Begabung gefördert. Oft wird der Künstler gefragt, wo er das Malen gelernt habe: Er hat es sich selbst beigebracht. "Seit dem ich denken kann habe ich gezeichnet, gemalt oder gesprüht."

Wolkow betont auf seiner Homepage, dass er es wirklich schade findet, dass so viele Menschen ihre Talente einfach sinnlos verschwenden.

Die Suche nach Frieden ist ihm besonders wichtig

Dies beeindruckt Muriel Shah besonderes, die Kuratorin der VHS-Ausstellungen. Sie kennt den Maler persönlich – beide leben in Hochdorf, Alexander Wolkow hatte per E-Mail Kontakt zu ihr aufgenommen und sie nach ihrer Meinung zu seinen Bildern gefragt, später trafen sie sich zufällig auf einer Geburtstagsfeier. Für den Künstler ist die Suche nach Frieden besonders wichtig, eines der großen Porträts stellt Mahatma Gandhi dar, das nächste Nelson Mandela. Muriel Shah nahm die Besucher mit durch das Haus und lieferte noch Erläuterungen dazu. Auch die Kunstform Pop-Art ist vertreten, ebenso wie Collagen.

Alexander Wolkow braucht für manche Bilder einen Tag, für andere mehrere Jahre. "Manchmal steckt man fest und das braucht Zeit", so der Autodidakt. Trotz der Masterprüfung fand er die Zeit, vor einigen Tagen das jüngste Bild zu malen, wie er auf Nachfrage berichtete.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Heide Kreuzberg und Christoph Lipp, die von Muriel Shah angesprochen wurden, nachdem sie die beiden im Kloster in Horb gehört hatte.

Passend zu den Interessen des Malers sangen sie Lieder über Frieden und Freundschaft.

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