
Von Timo Roller
Nagold. Die Lichtmesskonferenz ist eine der traditionsreichsten Veranstaltungen in Nagold und in den vergangenen Jahren ein wenig reformiert worden. Im Gemeindehaus "Zellerstift" findet am kommenden Sonntag die 156. Lichtmesskonferenz statt – wie bereits seit 1857 ununterbrochen Jahr für Jahr.
Gottlieb Heinrich Zeller, ein frommer und wohlhabender Apotheker aus Nagold (1794 bis 1864), wollte einmal im Jahr alle Missionsinteressierten zu einem Austausch versammeln und nutzte dazu den damals arbeitsfreien Feiertag "Mariä Lichtmess". Seit 2010 gibt es einen neuen – von Dekan Ralf Albrecht einberufenen – Vorbereitungskreis, der die altehrwürdige Veranstaltung mit neuen Ideen bereichert und zu einer regionalen Missionskonferenz mit vielen Info-Ständen und interessanten Vorträgen ausgebaut hat.
Pfarrer Heiko Krimmer, Vorsitzender des Missionswerks "Kinderheime Nethanja Indien" und Buchautor, ist als Hauptreferent zum Thema "Er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird!" eingeladen. So werden in diesem Jahr Missionsgebiete im Mittelpunkt stehen, die dem christlichen Glauben kritisch oder gar feindlich gegenüberstehen. Krimmers Vortrag beginnt um 14 Uhr, bereits ab 13 Uhr hat die Ausstellung der Missions-Projekte aus dem Bezirk geöffnet.
In verschiedenen Arbeitsgruppen geht es ab 15.30 Uhr um Missionseinsätze in Thailand, unter Indianern in Südamerika, in Indien und auch um Entwicklungsprojekte aus christlicher Nächstenliebe heraus unter muslimischen Menschen. Die Lichtmesskonferenz endet nach einem gemeinsamen Schlusspodium und einem "Wort auf den Weg" von Dekan Albrecht gegen 17 Uhr.
Für die musikalische Gestaltung sorgen Posaunenbläser aus dem Bezirk und der LGV-Gemeinschaftschor unter der Leitung von Simone Großmann. In der Zellerschule gibt es parallel ein Kindermissionsfest, das von einem Team der Deutschen Indianer-Pioniermission (DIPM) gestaltet wird.