Nagold Das eigene Seil im EM-Look
Schwarzwälder-Bote, 06.06.2012 09:02 Uhr
Mit Spannung verfolgen die Kinder, wie aus zwölf einzelnen Schnüren ein festes Seil wird. Foto: Schwarzwälder-Bote
Nagold - Ob beim Cowboy- und Piratenspiel oder einfach nur zum Hüpfen – für Kinder ist ein Seil Gold wert. Und noch mehr Spaß macht es, wenn es ein selbstgemachtes ist.
"Ganz fest an der Kurbel drehen", ermuntert Edmund Gehrlein die kleine Jara. Die lässt sich das nicht zweimal sagen: Sie hält den Knauf mit beiden Händen und bewegt ihn im Kreis, während der Korbmacher die verschiedenen Fäden mit Hilfe der Seilerei zu einer Kordel verknüpft. Jana strahlt und zeigt ihr schwarz-rot-goldenes Seil stolz den anderen Kindern vom Waldkindergarten Jettingen. Die Farben hat sie extra so ausgewählt, schließlich beginnt in Kürze die Fußball- Europameisterschaft.
"Die Kinder haben einen Riesenspaß", freut sich Edmund Gehrlein. Auf der Landesgartenschau ist er nicht nur mit seinen Korbwaren beim Handwerkermarkt im Riedbrunnenpark präsent, sondern er zeigt dort auch gelegentlich, wie früher Seile hergestellt wurden. Seine Maschine ist mehr als 100 Jahre alt und verrichtet noch brav ihre Dienste. Natürlich ist viel Handarbeit im Spiel, es bedarf zweier Helfer, um sie zu bedienen. Edmund Gehrlein übernimmt den einen Part, um den anderen reißen sich die Kinder. Und sobald ein Seil fertig ist, wird es unter den ebenso neugierigen wie anerkennenden Blicken der Landesgartenschau-Besucher gleich auf seine Hüpftauglichkeit getestet.


