Nagold Bekanntheit auf die ganze Region ausweiten

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Gemeinsam für den Kreis Calw – die Stadt Nagold hat für ihren neuen Gastronomieführer 48 Betriebe aus Nagold über Wildberg bis Bad Liebenzell ins Boot geholt. Foto: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Jasmin Cools

Er passt in jede Handtasche, lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und ist pünktlich zur Urlaubs-Messe CMT erschienen –­ der neue Nagolder Gastronomieführer führt erstmals auch Betriebe aus dem Raum Calw.

Nagold/Nordschwarzwald. In Tourismusinformationen, Gastronomiebetrieben, Hotels, Arztpraxen, auf Messen und bei Firmen – überall dort werden bald die neuen Gastronomieführer der Stadt Nagold in Kooperation mit der Tourismus GmbH liegen. Diese erscheinen zum ersten Mal unter dem Schlagwort Nagoldtal, denn nicht nur Altensteig und Wildberg sind darin vertreten, sondern auch Bad Liebenzell, Bad Teinach-Zavelstein, Calw, Neuweiler und Neubulach. Damit wird der Führer zum Gemeinschaftsprojekt im nördlichen Schwarzwald. "Wir wollen damit den touristischen Austausch zwischen den Städten fördern und die Bekanntheit der Betriebe auf die Region ausweiten", erklärt Tourismus-Mitarbeiterin Theresa Brutscher von der Stadt Nagold.

Im Führer findet man auf etwa 50 Seiten Bilder aufwendig dekorierter Speisen, uriger Gaststuben und auch das ein oder andere Rezept zum Nachkochen. Was die Gestaltung angeht, sei man beim bewährten Format geblieben, das in jede Handtasche und jedes Sakko passe, ergänzt Helena Österle vom Nagolder Amt für Tourismus. Diesmal setze man jedoch auf verschiedene Anzeigenformate, um auf die Wünsche der Gastronomen einzugehen. Dadurch dass man außerdem mehr Kooperationspartner habe, gebe es eine Auflage von 20 000 Exemplaren. So sind insgesamt 48 Betriebe beteiligt – vom gemütlichen Café über das gutbürgerliche Gasthaus bis hin zur gehobenen Sterneküche.

"Baden-Württemberg ist einfach ein kulinarisches Eldorado", lässt es sich Dehoga-Chef Rolf Berlin nicht nehmen, den Gastronomieführer zu loben. Nirgendwo sonst gebe es so viele hochkarätige Gastronomiebetriebe. Tourismus fände ja generell nur dort statt, wo auch gute Gastronomie und Hotellerie wäre, betont er. "Was das angeht, kann man mit erhobenem Haupt durch die Region laufen."

Berlin blickt aber auch sorgenvoll in die Zukunft. Hoffentlich könne man die Öffnungszeiten wie sie im Führer ständen auch weiterhin aufrechterhalten, gibt er zu bedenken. "Wir schnaufen aus dem letzten Loch und das auf Kosten von Familie und Ehe", gibt er zu. Die Politik mache Druck. Als Gastronom würde man gern mehr leisten, meint er, aber der Gesetzgeber schränke die Arbeitszeit stark ein. "Wenn ein Tourist vor dem leeren Lokal steht, dann nicht, weil der Wirt nicht will, sondern weil er legal nicht darf." Dabei meine er nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische. So wünschen sich viele Gastronomen, dass Ortsansässige häufiger auch mal vor der eigenen Haustür einkehren.

"Momentan brauchen wir nur tolle Ideen"

Und weil es ihn so bewegt, kann der Zavelsteiner kaum genug Worte zum Thema Tourismus und Gastronomie finden. Da wäre laut seiner Aussage für Nagold nämlich noch mehr drin. "Momentan brauchen wir nur tolle Ideen, das bezahlt dann schon jemand", ist er sich sicher, während Helena Österle eher zweifelnd schaut.

Berlin zieht Rottweil als Beispiel heran. Hier denke man nach dem Testturm bereits über eine Hängebrücke nach. Nagold habe mit dem Hochseilgarten gut begonnen und müsse jetzt daran anknüpfen. Schließlich ist die Stadt für ihn ein Paradebeispiel an toller Entwicklung. Mit ihren Shopping-Möglichkeiten ist sie für Berlin bereits "Klein-Metzingen".

"Sie von der Stadt können ruhig öfter einkehren", sagt er nach dem kleinen Exkurs in den Tourismus an Österle gewandt. Beim nächsten Gastroführer, versichert diese, werde die Veranstaltung passend zum Thema in einem Gastronomiebetrieb stattfinden.

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