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Nagold Antrag zum Fuß- und Radwegekonzept

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Hier müsste der Radweg weitergehen (von links): Daniel Steinrode, Brigitte Loyal, Thomas Ebinger, Wolfgang Schleehauf, Marco Ackermann und Bernd Gorenflo setzen sich gemeinsam für eine Verbesserung des Fuß- und Radwegekonzepts in Nagold ein. Foto: Palik

Nagold - Die Nagolder Gemeinderäte der Grünen und der SPD haben gemeinsam einen Antrag eingereicht, der sich mit Verbesserungen des Fuß- und Radwegekonzepts beschäftigt. Dabei sehen sie vor allem Bedarf bei der Verbindung von Süden in die Innenstadt.

Unübersichtliche Straßen, kaum eine Möglichkeit diese zu überqueren, dazu schnelle Autos – für Fahrradfahrer kann ein Ausflug mit dem Rad teilweise gefährlich werden. Dagegen wollen die Grünen und die SPD nun etwas unternehmen und haben einen Antrag eingereicht, der mögliche Verbesserungen des Radwegekonzepts in Nagold enthält.

"Fahrradfahren hat viele Vorteile", erklärt Daniel Steinrode (SPD), der gemeinsam mit Brigitte Loyal, Bernd Garenflo und Thomas Ebinger von den Grünen sowie Marco Ackermann und Wolfgang Schleehauf von der SPD beim Pressetermin die derzeitige Situation beschreibt. "Dazu gehören unter anderem natürlich der Klimawandel. Wenn man mit dem Auto in die Stadt fährt, kommt es zu Staus und der Kohlendioxidausstoß ist höher."

Doch nicht nur der klimatische Aspekt sei ein Grund für den Ausbau des Radwegenetzes. Auch im touristischen Bereich könne Nagold davon profitieren, wenn man mit dem Rad direkt in die Innenstadt gelangt. "Unsere Stadt ist im Bereich des Tagestourismus bereits stark, das würde sich durch gut ausgebaute Radwege unserer Meinung nach nochmals steigern", sagt Gorenflo. Jeder, der mit dem Fahrrad in die Stadt fahre, spare der Kommune außerdem Geld, da ein Pkw-Parkplatz viel teurer sei als Stellplätze für Fahrräder. "Außerdem ist es gesünder, das Fahrrad statt das Auto zu nehmen", ergänzt Loyal.

Rad fahren werde auch wieder moderner, sind sich die Antragssteller einig. "Viele Leute gehen inzwischen beispielsweise damit einkaufen", erzählt Ebinger. Nach dem neuesten Fahrradmonitor aus dem Jahr 2015 sei es auch ein Anliegen der Radfahrer, sichere und erlebnisreiche Wege sowie gut ausgestattete Fahrradabstellanlagen zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Verbindung von Süden in die Innenstadt hat höchste Priorität

Nach über einem Jahr Arbeit konnte der Antrag mit möglichen Radwegeanbindungen eingereicht werden. Er bein­haltet verschiedene Maßnahmen, die nach der Notwendigkeit priorisiert wurden.

Die höchste Priorität hat nach dem Antrag die Verbindung von Süden in die Innenstadt. Dabei geht es vor allem um die Verbindung zwischen dem einstigen Messegelände und dem Radweg im Riedbrunnnen. Die Verlängerung dieses Radweges könnte nach Meinung der Fraktionen über das ehemalige Schuonareal und das Stikel-Areal geführt werden. "Hier sehen wir dringenden Bedarf und Verbesserungsmöglichkeiten", meint Gorenflo. Die Iselshauser Straße sei sehr eng, dort Rad zu fahren sei teilweise sehr gefährlich.

Ein weiterer Punkt des Antrags mit Priorität 1 ist an der bahn-Haltestelle Stadtmitte. Dort, so der Vorschlag, müsste der Bordstein abgesenkt werden und Tempo 20 auf der Herrenberger Straße eingeführt werden. Neben diesen und weiteren Vorschlägen zur Verbesserung der Radwege beschäftigt sich der Antrag der Grünen und der SPD auch mit Fahrradständern und der richtigen Beschilderung. "Die Radfahrer müssen ihre Fahrräder natürlich auch problemlos in der Innenstadt abstellen können", erklärt Loyal. Diese Ständer könnten beispielsweise beim Rathaus und am Busbahnhof verwirklicht werden. "Und sie möchten schnell vorankommen, deswegen ist außerdem eine klare, lückenlose und gut sichtbare Beschilderung wichtig."

"Unser Antrag ist lediglich ein Konzept", sagt Gorenflo. "Es sind verschiedene Maßnahmen, die nicht alle zeitgleich umgesetzt werden müssen." Darunter fänden sich auch kleine Veränderungen, die nicht schwer umzusetzen seien, aber große Verbesserungen bedeuten. "Es bleibt abzuwarten, wie sich die einzelnen Gremien entscheiden."

 
 

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