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Nach Pleiten, Pech und Pannen Saniertes Schauspielhaus ab März im Stresstest

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Wird jetzt endlich alles gut? Das Schauspiel Stuttgart kann seine für über 28 Millionen Euro sanierte Heimatbühne im März auf Herz und Nieren prüfen. Die Anforderungen, denen es standhalten muss, sind hoch. Foto: dpa

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Stuttgart - Hält das sanierte Stuttgarter Schauspielhaus endlich das, was es verspricht? Anfang März kann nach mehreren Pannen die Testphase für Maschinerie und Bühnentechnik beginnen, wie das Staatstheater am Mittwoch mitteilte. Dieser Stresstest werde sicher sechs bis acht Wochen dauern. Ziel sei, den Betrieb im Juni wieder aufzunehmen, die erste Premiere soll dann am 21. Juni „Das große Fressen“ nach dem Spielfilm aus den 1970er Jahren von Marco Ferreri sein. Regie führt Volker Lösch.

Probleme mit schlechter Sicht und der Akustik

Die Sanierung des Hauses hatte sich im vergangenen Jahr zu einem wahren Drama entwickelt: Das Schauspiel war Anfang 2012 bereits wieder in sein Haus zurückgekehrt, musste aber wegen Sanierungspannen wieder raus. Die Zuschauer hatten auf einigen Plätzen schlechte Sicht, auch bei der Akustik gab es Probleme. Und die Drehscheibe für die Bühne - quasi das Herz des Hauses - bezeichnete Intendant Hasko Weber schlicht als „Schrott“. Man habe das Haus damals ohne vorherige Testphase übernommen, sagte eine Sprecherin. Das sei diesmal ausgeschlossen.

Regressverfahren laufen

Regressverfahren gegen Planer und Baufirmen laufen, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Insgesamt hätten sich die Baukosten durch diverse Planungs- und Umsetzungsfehler sowie durch den Einbau neuer Stühle um 4,5 Millionen Euro erhöht. Ursprünglich waren für die Sanierung des 1962 eröffneten Schauspielhauses 24 Millionen Euro eingeplant.

Läuft in diesem Frühjahr beim Schauspielhaus alles glatt, könnte es mit der Sanierung der Staatstheater im Sommer weitergehen. Schließlich sollen in den nächsten Jahren auch das Opernhaus für 18 Millionen Euro und der Verbindungsbau beider Häuser für 10 Millionen Euro saniert werden. Die ersten vier Millionen Euro stünden bereit, so dass man in der Sommerpause im Opernhaus loslegen könne, hieß es im Ministerium.

 

 
 

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