Nach Massaker in den USA Innenminister Gall: Zu viele Waffen in Deutschland
dpa, 17.12.2012 14:00 Uhr
Nach dem Amoklauf in einer US-Grundschule hat sich der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) für eine weitere Reduzierung der Waffen auch in Deutschland ausgesprochen.Foto: dpa
Stuttgart - Nach dem Amoklauf in einer US-Grundschule hat sich der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) für eine weitere Reduzierung der Waffen auch in Deutschland ausgesprochen. „Ich meine, sieben Millionen gemeldete Waffen sind zu viel, und deshalb werden wir auch weiter Aufklärungsarbeit betreiben“, sagte Gall am Montag im Deutschlandfunk. Jeder Waffenbesitzer müsse sich gut überlegen, warum er eigentlich eine Waffe besitze.
Baden-Württemberg setze sich weiterhin für das Verbot großkalibriger Waffen im Sport ein. „Das braucht niemand.“ Allerdings fehle dafür noch eine Mehrheit im Bundesrat. „Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten.“
In den vergangenen zehn Jahren, insbesondere nach dem Amoklauf von Winnenden 2009, seien etliche Vorschriften verschärft worden - etwa zur Aufbewahrung und zum Gebrauch von Waffen. Der Kontrolldruck nehme ständig zu, sagte Gall. Eine weitere Hoffnung ruhe auf der biometrischen Sicherung, mit der Waffen nur noch von ihren Besitzern abgefeuert werden können. Wenn diese Technik alltagstauglich ist, will Gall sie auch gesetzlich vorschreiben.
Mit Verboten allein seien solche Bluttaten wie jetzt in den USA jedoch nicht zu verhindern, sagte der Innenminister. „Wir müssen als Gesellschaft der Gewaltentwicklung entgegentreten.“ Auch hier habe Baden-Württemberg mit der Einstellung von Schulpsychologen und einer Stärkung der Schulsozialarbeit Zeichen gesetzt.





So viel Müll auf einem Haufen
Herr Gall ist sicher die falsche Adresse, wenn die Politik in den letzten Jahren versagt hat, was den Waffenbesitz anbelangt oder illegale Kriegswaffen in Privathand. Da wäre die CDU anzugreifen, nicht der jetzige Innenminister. Aber gegen illegale Dinge ist man weitgehend machtlos und kann nur reagieren, nicht agieren. Agieren kann man hingegen, was den Besitz von Waffen in Privathand anbelangt, allerdings benötigt man dazu geeignetes Personal und wenn ich daran denke, dass ein ehemaliger Polizist, der vor Gericht eine Falschaussage gemacht hat und einen Versicherungsbetrug möglich gemacht hat, als Waffenkontrolleur tätig ist, kann ich so recht an einen Erfolg nicht glauben. Aber was den Waffenbesitz in Privathand anbelangt, so muss ich schon fragen, welchen Sinn Dieser haben soll. Wer als Sportschütze im Verein schiessen möchte, braucht die Waffen nicht zu Hause. Wenn er glaubt, mit den Waffen auch sein 'Hab und Gut' verteidigen zu müssen, sind wir auf dem 'Niveau' von US Verhältnissen, wo jeder glaubt, er dürfe das Leben Anderer missachten und sich permanent von allem und Jedem bedroht fühlen und dieser Bedrohung mit Waffengewalt begegnen. Dies entspricht nicht dem Grundgedanken unserer Gesellschaft und eine derartige Gesellschaft funktioniert auch nicht, denn die USA beweisen, dass durch eine solche Haltung die Verrohung voranschreitet und Gewalttaten begünstigt. Dass ein Sportschütze keine automatischen und/ oder grosskalibrigen Waffen benötigt, um seinem Sport nachzugehen, ist ebenfalls nachvollziehbar, ein derartiges Verbot wäre also durchaus sinnvoll. Polizisten geben normalerweise ihre Dienstwaffen nach Dienstschluss unter Verschluss, auch hier ist ein Verweis auf Suizide von Polizisten mittels Dienstwaffe nicht angebracht, vielmehr wäre hier eine andere Frage aufzuwerfen, warum gerade so viele Polizisten Suizid begehen. Wer hier also Äpfel mit Birnen vergleicht, scheint doch sehr deutlich.
Politiker sind nunmal wie Strom...
...immer den Weg des geringsten Widerstand. Immer schön verbieten und wenn dann doch mal was passiert 'Wir haben unser bestmöglichstes getan'. Und schon der erste Satz in diesem Bericht 'Nach dem Amoklauf in einer US-Grundschule hat sich der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) für eine weitere Reduzierung der Waffen auch in Deutschland ausgesprochen.' muss ich an den armen Reissack in China denken und hinzufügen, dass das deutschen Waffengesetz alles andere als amerikanische Verhältnisse aufzeigt.
Gall
Immer wieder dieses Geschrei der Politiker nach strengeren Gesetzen und Abschaffung der Waffen in Privathand. Alle Sportschützen und Jäger können es nicht mehr hören, so geht es mir jedenfalls. Die Politik konnte schon immer gut Äpfel und Birnen vergleichen. Man kann Amerika nicht mit Deutschland vergleichen. Ein noch strengeres Waffengesetz und Großkaliber nicht in Privathand bringt gar nichts. Die Politiker sollten zuerst in Ihren eigenen Reihen Ordnung schaffen, dann die Zustände verbessern warum es zu so etwas kommt, bevor man rechtschaffene ehrliche Bürger immer wieder wegen ihres Sports diskriminiert und noch weiter enteignet.