Stuttgart - Der Sonntag war aufregend und lehrreich für die Gewinner der Aktion My Moments der Stuttgarter Nachrichten. Nachdem sie im Stuttgarter Cinemaxx-Kino drei Stunden vom Fantasy-Epos „Der Hobbit“ in den Bann gezogen worden waren, erfuhren sie viel über den Hintergrund des Films. Friedhelm Schneidewind, der ein ­Lexikon über die Werke des J. R. R. Tolkien geschrieben hat, hielt einen Vortrag über den Autor und vermittelte Eindrücke, die dem Kinobesucher sonst verborgen bleiben.

„Die Führung war sehr interessant“, sagt der 18-jährige Tobias Haarer aus Münchingen. Als Begleitperson hat er seine Schwester Julia (20) mitgebracht. Die beiden sind zwar keine Tolkien-Fans, fanden aber den Film gut. „Ich bin gespannt, wie es weitergeht“, sagt er. Das Buch, aus dem Peter Jackson eine Hobbit-Trilogie verfilmt hat, will er aber nicht lesen. „Ich warte auf den zweiten Teil im nächsten Dezember“, sagt er.

My-Moments-Gewinnerin Lea Eisenhardt (20) aus Hemmingen und ihre Begleitung Lisa Riedmüller (20) aus Bietigheim haben das Buch dagegen schon lange gelesen. Sie sind große Tolkien-Fans und haben beide bei der My-Moments-Ausschreibung mitgemacht. „Ich habe in der Zeitung von der Aktion erfahren“, sagt Lea. Vom ­ersten Teil der Verfilmung des Buchs „Der Hobbit“ sind beide begeistert. „Der Regisseur hat wirklich viel aus dem Buch umgesetzt“, sagt Lea. „Außerdem ist die Landschaft wunderschön und die Musik auch. Da passt einfach alles zusammen.“ Nach dem Film führt Theaterleiterassistentin Nadine Piriou durch das Kino. Besonders interessant ist der Projektorraum für die dritte Gewinnerin, Jessica Jackl (19) und ihre Zwillingsschwester Nadine aus Fellbach. Bei der Frage, wie viele Bilder eine Filmrolle pro Sekunde zeigt, liegt Jessica fast richtig. „Ich tippe auf 20“, sagt sie. 24 sind es tatsächlich. Ausgerollt ist eine Filmrolle zwischen zwei und vier Kilometer lang. Klar, dass sich das bei einem langen Film auch auf das Gewicht der Rolle auswirkt. „Der ‚Hobbit‘ wiegt 30 Kilo“, sagt Nadine Piriou.

Die nächste Station der Runde durch das Kino führt in den Keller. In der Popcornküche zeigt die Mitarbeiterin den Gewinnern, wie die beliebte Knabberei in einem großen Kino hergestellt wird. An der Wand liegen meterhohe Säcke voller vorbereitetem Popcorn. Süßes Popcorn in gelben Säcken und salziges Popcorn in roten Säcken. „Das Süße ist viel beliebter“, sagt Nadine Piriou. „Auf 20 Säcke süßes Popcorn kommen fünf Säcke salziges.“

Und auch, wenn für die My-Moments-Gewinner der Film der Höhepunkt des Tages war, hat die Führung vor allem bei Lisa Riedmüller Eindruck gemacht: „Ich werde mich hier als Mitarbeiterin neben meinem Studium bewerben“, sagt sie. Doch auch die anderen Gewinner freuen sich am Ende über einen gelungenen Tag.