
Mühlenbach - Einen unterhaltsamen Theaterabend haben die Laienschauspieler der Kolpingfamilie Mühlenbach in der Gemeindehalle geboten. Nach der traditionellen Eröffnung durch den Kirchenchor hieß es dann auch gleich "Vorhang auf und Bühne frei!" für das Lustspiel "Perlenhochzeit" von Rolf Bechtel unter der Leitung von Paul Buchholz.Zum Inhalt: Heinrich (Winfried Matt) und Evi (Julia Müller) Sandmann kehren früher als erwartet aus den Ferien zurück. Kaum zu Hause, hören sie die Schweizer Schwiegertochter Rosemarie (Sophia Uhl) eintreffen und verstecken sich hinter dem Sofa, da Evi die Ehefrau ihres Sohnes nicht ausstehen kann. Damit nimmt der ganze Schlamassel seinen Lauf.
Um nicht in die peinliche Situation zu kommen, hinterm eigenen Sofa erwischt zu werden, wollen beide die Flucht durch den Garten antreten, woran sie jedoch durch die Nachbarin Frau Schnabel (Barbara Buchholz) und ihre Nichte Tina (Viktoria Buchholz) gehindert werden. Nach und nach treffen weitere Familienmitglieder ein, um eine Überraschungsparty zur Perlenhochzeit von Heini und Evi vorzubereiten. Die beiden verstecken sich derweil abwechselnd hinterm Vorhang, im Garten oder hinter Heinrichs Kakteen.
Das endgültige Chaos bricht aber aus, als der Freund des Hauses, Erich Frosch (Bruno Neumeier), Heinrichs Sohn Markus (Stefan Schmieder) vom angeblichen ausschweifenden Nachtleben und der schwangeren Sekretärin seines Vaters erzählt. Das bringt natürlich Evi zur Weißglut. Ehemann Heinrich weiß dagegen nicht, wie ihm geschieht, ist er sich doch keiner Schuld bewusst. Das Ganze wird noch komplizierter, als Sohn Hans (Daniel Grießbaum) zusammen mit seiner Chefin Maja Grell (Maria Uhl) auftaucht und diese ihn mit ihren Annäherungsversuchen fast zur Verzweiflung treibt. Zum Schluss jedoch kommt die Wahrheit noch ans Licht: Freund Frosch wollte den langweiligen Vater in den Augen des Sohnes interessanter machen und hat deshalb das aufregende Nachtleben nur erfunden. Nicht erfunden war allerdings die schwangere Sekretärin; doch auch damit hatte Heinrich nichts zu schaffen, vielmehr war auch hier Frosch selbst der "Urheber".
Stürmischen Beifall ernteten die Schauspieler am Ende des Stücks für ihre gelungene Darstellung. Mit seinem Applaus honorierte das Publikum nicht nur das herrlich turbulente Theaterstück mit viel Wortwitz und Situationskomik, sondern auch die Spielfreude der jungen Akteure, die sich hervorragend in ihre Rollen hineinzuversetzen vermochten. Zum Erfolg des Abends hatten nicht zuletzt aber auch Souffleuse Corina Grießbaum und Elke Hoch (Maske) beigetragen.