Mühlenbach - Starke Regenfälle und ein entsprechend hoher Grundwasserspiegel sorgen in der Mühlenbacher Gemeindehalle für nasse Kellerböden. Über die nötigen Gegenmaßnahmen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag diskutiert.

Die Verwaltung favorisierte eine Abdichtung und Sanierung der Böden. Die Gemeinderäte sprachen sich für eine "kleine Lösung" mit Trocknung des Bodens und ein Beobachten des Problems nach den anstehenden Hochwasserschutzmaßnahmen aus.

Wie Bürgermeister Karl Burger (Freie Wähler) mitteilte, hätten die starken Regenfälle von Freitag, 1. Februar, auf Samstag, 2. Februar, für einen Anstieg des Wasserspiegels im Mühlenbacher Talbach gesorgt. Dieser sei so stark gewesen, dass sich in Grundleitungen und Drainagen ein Rückstau gebildet habe. Stehendes Grundwasser habe an den Wandanschlüssen oder sogar durch die Bodenplatte ins Innere der Halle gedrückt.

"Aufsteigendes Wasser im Raum der Ringer musste am Samstag dann an den Wandanschlüssen abgesaugt werden", sagte Burger. An zwei Stellen sei der Estrich an der Außen- und Innenwand geöffnet worden, das Ergebnis sei ernüchternd gewesen: Darunter stand Wasser. Vom Architekten und einer Hausacher Bautrocknungsfirma sei der Schaden dann begutachtet worden. "Die Meinung der beiden war klar: Eine Trocknung des Estrichs macht erst Sinn, wenn die Ursache behoben ist."

Olaf Händeler aus Schutterwald habe anschließend den Schaden als Spezialist für Bautrocknung begutachtet und vorgeschlagen, die Außenwände des Kellergeschosses im Anschluss an die Bodenplatte mit einem Spezialverfahren abzudichten. Durch die Fertigbauweise der Gemeindehalle sei der Wassereintritt hier am wahrscheinlichsten, denn die fertigen Mauerteile wurden auf die Bodenplatte aufgestellt. Anschließend müsste der Estrich getrocknet und auf seine Dichte überprüft werden.

Sollte sich herausstellen, dass Risse in der Bodenplatte die Ursache seien, müsste der gesamte Estrich mit 350 bis 400 Quadratmeter demontiert und neu verlegt werden. In Absprache mit dem Architekten schlug die Verwaltung vor, entlang der Außenwände etwa 30 Zentimeter breit den Estrich zu entfernen und das Kellergeschoss mit einer Spezialabdichtung zu versehen.

Für die rund 90 Meter umfassende Außenwand im Ringer-, TTC-Trainingsraum, dem Gymnastik- und Technikraum schätzte Burger die Kosten auf 33 000 Euro. Für die Trocknung könnten weitere 7 000 Euro dazu kommen. "Bis alles fertig ist, könnten wir leicht bei 60 000 Euro Kosten landen", schätzte Burger. Noch lägen keine konkreten Angebote vor, und eine Schätzung sei schwierig.

Gemeinderat Klaus Grießbaum (Freie Wähler) befürchtete: "Das ist ein Fass ohne Boden." Dieser Tenor herrschte auch bei seinen Ratskollegen, die uferlose Kosten befürchteten. Wilhelm Griesbaum (CDU) erinnerte indes an den Hochwasserschutz. "Wenn die Maßnahmen an der Straße fertig sind, wird der Talbach über den neuen Kanal entwässert. Damit ist die Drainage entlastet und die Halle nicht mehr gefährdet." Diesem Argument schloss sich das Gremium an. Am Ende verständigten sich Räte und Verwaltung auf einen weiteren Termin in der Gemeindehalle, um sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen und sich von Architekten und Experten informieren zu lassen.