Mühlenbach - Die Mühlenbacher Jugendfeuerwehr hat bei einem 24-Stunden-Training Ernstfälle geprobt. Bei dem intensiven Training hatte die Gruppe kaum Zeit, zu verschnaufen.

Das Mühlenbacher Feuerwehrgerätehaus war Dreh- und Angelpunkt der Aktion. Die Organisatoren Jugendleiter Thomas Brucker, Patrick Jung und Sebastian Müller hatten ein straffes Programm vorbereitet. Kaum hatten die zwölf jungen Feuerwehrleute im Feuerwehrhaus ihre Schlafplätze eingerichtet, ging es schon zur Sache. Der Alarm ertönte und es hieß: "Verkehrsunfall bei der Grotte". Am Einsatzort wurde schnell klar, wie schwierig die Aufgabe war: Ein Fahrzeug war den Abhang hinuntergerutscht und der Fahrer eingeklemmt.

Autoscheibe muss aufgesägt werden

Sofort machten sich die Jungs und Mädels an die Arbeit, sicherten das Auto, sägten die Autoscheibe auf und retteten die verletzte Person. Ein Schlepper wurde organisiert, um das kaputte Auto wieder auf den Weg zu ziehen. Brucker zeigte sich von der Leistung des Nachwuchses beeindruckt: "Alle Achtung."

Zurück im Feuerwehrhaus, gab es ein Vesper. Eine gute Stunde später musste wieder ausgerückt werden. Ein unbekanntes Tier hatte sich auf das Flachdach des Malerbetriebs Limberger verirrt. Mittlerweile war es dunkel. Bei den Elf- bis 17-Jährigen herrschte große Aufregung: "Was für ein Tier ist es? Wie sollen wir es retten?", fragten sie sich.

Das Problem konnte dann aber leichter gelöst werden, als gedacht. Das Tier war nur ein Stoff-Igel. Dessen Unterbringung war nicht schwierig. Kompliziert war hingegen, unter den Feuerwehrleuten für Ruhe zu sorgen, damit sie wenigstens ein wenig schlafen konnten. Dass gegen 23 Uhr eine Ölspur im "Hohen Weg" beseitigt werden musste, trug nicht gerade zur Nachtruhe bei. "Es war so gegen vier Uhr morgens, als die letzten endlich schliefen", berichtet Brucker. Entsprechend verschlafen ging es um acht Uhr zum Frühstück, und schon eine gute Stunde später wurde zum nächsten Einsatz gerufen.

Im Neubaugebiet "Untere Hausmatt" hatte es einen Unfall gegeben. Dabei war eine Person verschüttet worden. Der Feuerwehrnachwuchs rettete sie souverän. Frisch gestärkt vom Mittagessen, ging es zum letzten Einsatz: Ein Gebäudebrand im Büchern, beim Anwesen Hubert Neumaier war zu löschen. Ein ausgemustertes Häuschen stand lichterloh in Flammen. Eine echte Herausforderung. Bis das Wasser am Schlauch war, und das Häuschen gelöscht werden konnte, war es schon weitestgehend abgebrannt. Erschöpft, aber zufrieden, machten sich die jungen Feuerwehrleute anschließend auf den Weg zurück ins Feuerwehrhaus. Dort hieß es zum Abschluss: Fahrzeuge wieder einsatzbereit machen und das Gerätehaus aufräumen.