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Mühlenbach Gute Absatzchancen für "Schwarzwaldmilch" prophezeit

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 21:00 Uhr
Der Milchmarkt scheint derzeit einigermaßen stabil zu sein, hängt aber im weltweiten Geflecht von vielen Faktoren ab, so der Tenor bei der Hauptversammlung der Vorderwälderzüchter gestern in Mühlenbach.  
Foto: Störr Foto: Schwarzwälder-Bote
Der Milchmarkt scheint derzeit einigermaßen stabil zu sein, hängt aber im weltweiten Geflecht von vielen Faktoren ab, so der Tenor bei der Hauptversammlung der Vorderwälderzüchter gestern in Mühlenbach. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Christine Störr Mittleres Kinzigtal. Die Milchpreise sind derzeit einigermaßen stabil, die weitere Entwicklung ist aber nur schwer einzuschätzen. In der Versammlung der Kinzigtäler Vorderwälderzüchter referierte Johannes Holoch als Vertreter der Freiburger Molkerei "Schwarzwaldmilch" über die Situation auf dem Milchmarkt.

"Im letzten Jahr hatten wir einen relativ stabilen Markt mit einem Milchpreis, mit dem man zufrieden sein kann", sagte Holoch. Allerdings seien im Gegenzug die Erzeugerkosten gestiegen. Auf dem Milchmarkt sei mit einer jährlichen Mengensteigerung von zwei Prozent zu rechnen, die auch abgesetzt werden könnten. Der Export nach Russland und China laufe sehr gut, was für eine relativ stabile Gesamtsituation sorge. Der Marken-Milchmarkt sei sehr stark, die Umstellung der "Schwarzwaldmilch" auf die "Grüne Linie" habe sich sehr bewährt. "Auf dem nationalen Markt liegt die Chance in der Marke. Den Breisgau kennt wahrscheinlich in Karlsruhe schon keiner mehr, der Schwarzwald aber ist weltweit ein Begriff", erläuterte Johannes Holoch. In Mühlenbach gebe es noch viele Betriebe, die Weidemilch produzierten; diese werde in Zukunft stärker gefragt sein. Als großes Problem sieht Holoch in den kommenden Jahren die Beschaffung von Milch ohne Gentechnik. "Wenn Sie ein Tier kaufen, lassen Sie sich unbedingt bestätigen, dass es aus einem gentechnikfreien Bestand kommt. Allein schon wegen der zunehmenden Kontrollen", riet der Vertreter der Freiburger Molkerei.

In diesem Jahr rechnet er mit einigen Problemen wegen der Überlieferung des Milchkontingents, das auf Bundesebene erschöpft sei. "Acht bis zehn Prozent werden abgabefrei sein, für alles andere gibt es eine ›Superabgabe‹. Bei einem derzeitigen Milchpreis von 36 bis 37 Cent bleibt am Ende trotzdem noch was übrig. Die ›Superabgabe‹ könnte bei etwa 15 Cent liegen, aber das ist eine reine Schätzung von mir", blickte Holoch voraus. Der Quotenkauf lohne sich deshalb selbst mit der "Superabgabe" noch.

Alfons Fürst ging als Vertreter des Raiffeisen-Kraftfutterwerkes in Kehl auf die Entwicklung der Futterpreise ein. "Das hängt vom weltweiten Markt ab. Im Augenblick sieht es so aus, dass die Preise stabil und fest werden, aber festlegen dürfen Sie mich nicht."

Fredi Preiser von der Rinderunion Baden-Württemberg sprach vom umsatzstärksten Jahr seit Gründung der Union. Es gebe im In- und Ausland eine große Nachfrage bei Milchvieh. "Die Zahlen guter Milchkühe sind im Durchschnitt leider rückläufig", so Fürst. Eine sehr gute Nachfrage bestehe bei den Mastkälbern, und auch die Vorderwälder Bullenkälbchen hätten gute Erlöse erzielt.

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