Mönchweiler/St. Georgen Dreiköpfige Familie bei Unfall auf B 33 verletzt

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Ein verheerendes Bild bot sich den Rettungskräften. Foto: Bartler-Team

Mönchweiler/St. Georgen - Ein umgestürzter Schulbus des Roten Kreuzes, wenige Meter weiter ein total zerstörter BMW mit ausgelösten Airbags und dahinter, im Graben, liegt das Wrack des Familienautos – darin Babyfläschchen und Lätzchen, ein Kinderwagen. Ein grauenhaftes Bild bietet sich den Rettungskräften auf der B33.

Das Baby ist erst drei Monate alt. Und die Erleichterung unter den Rettungskräften ist greifbar, als bekannt wird: Das Baby lebt. Es war mit seinen Eltern in dem schwarzen Passat unterwegs in Richtung Villingen, der nun total zerstört, auf der Seite im Straßengraben liegt. Während das Baby im Rettungswagen versorgt wird, machen sich Feuerwehrleute mit schwerem Gerät an dem Passat zu schaffen. "Meine Frau ist noch da drinnen, sie kommt nicht raus" – der Vater des Babys berichtet den Helfern und der Polizei, was sich an diesem Mittwochnachmittag gegen 15.30 Uhr zwischen Mönchweiler und Peterzell ereignet hat.

"Thanks, god"

Ein Polizist fasst den Unfall in knappen Worten zusammen: Ein 25-jähriger BMW-Fahrer sei Richtung St. Georgen gefahren und habe überholt. Dabei habe er zunächst den Schulbus, ein Kleinbus des Roten Kreuzes, gestreift. Der sei ins Schlingern geraten und schließlich umgekippt. Glück im Unglück: Es waren keine Kinder an Bord, die beiden einzigen Insassen seien zwar geschockt, aber ansonsten nur leichtverletzt.

Während der Polizist all das schildert, ist der schwerverletzte Unfallfahrer nicht mehr zu sehen. Er wird von den Helfern versorgt. Und endlich ist auch die Frau aus dem Wrack befreit und kann auf einer Trage zum Rettungswagen gebracht werden. Unterdessen landete hinter dem kleinen Waldstück bei Mönchweiler ein Hubschrauber – er soll das Baby in die Klinik nach Freiburg fliegen. "Das Baby zeigt wieder Vitalfunktionen", freut sich ein Polizist – kurzzeitig sei laut dem Ersthelfer, der das Baby den Helfern übergeben hat, unklar gewesen, ob es lebe. Doch dann habe das Baby erbrochen und schließlich auch geatmet. Aufatmen am Unfallort.

Der ist schon aus weiter Ferne durch zuckende Blaulichter erkennbar, viele Rotkreuz-Fahrzeuge, Polizeiautos und Feuerwehrfahrzeuge sind dort. An den Straßenrändern parken Lastwagen. Die Bundesstraße ist stundenlang gesperrt. Doch das ist in diesem Moment ebenso zweitrangig wie die 35.000 bis 40.000 Euro Sachschaden, etwas anderes zählt: "Thanks, god", sagt der Fahrer eines wartenden rumänischen Lastwagens, als er erfährt, dass in dem vermeintlichen Schulbus keine Horde Schulkinder saß. Und als er hört, dass das dreimonatige Baby aus dem zerstörten Auto tatsächlich lebt, da lacht er.

Die Polizei sucht dringend den Autofahrer, der überholt worden ist. Um Hinweise bittet die Polizei unter Telefon 0741/34 87 90.

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