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Mönchweiler Rektor träumt vom Erfolgsmodell

Schwarzwälder-Bote, vom 03.02.2012 21:52 Uhr
Rechtzeitig zum zehnjährigen Bestehen der Generationenbrücke entschied der Gemeinderat, die kleine Brücke im Bürgerpark als "Generationenbrückle" zu benennen – mit Tafel und Erklärung. Helene Behrendt hatte die Idee, der Gemeinderat gab am Donnerstag grünes Licht. Die Generationenbrücke steht für das Miteinander von Jung und Alt und pflegt unter anderem eine fruchtbare Kooperation mit der Grund- und Hauptschule Mönchweiler, wie das gemeinsamen Bild auf dem Brückle zeigt.  
Archivfoto: Hettich-Marull Foto: Schwarzwälder-Bote
Rechtzeitig zum zehnjährigen Bestehen der Generationenbrücke entschied der Gemeinderat, die kleine Brücke im Bürgerpark als "Generationenbrückle" zu benennen – mit Tafel und Erklärung. Helene Behrendt hatte die Idee, der Gemeinderat gab am Donnerstag grünes Licht. Die Generationenbrücke steht für das Miteinander von Jung und Alt und pflegt unter anderem eine fruchtbare Kooperation mit der Grund- und Hauptschule Mönchweiler, wie das gemeinsamen Bild auf dem Brückle zeigt. Archivfoto: Hettich-Marull Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Monika Hettich-Marull

Mönchweiler. "Ich werde noch engagierter arbeiten als bisher": Rektor Johannes Todt sieht in der Auswahl der Grund- und Hauptschule Mönchweiler als Starterschule die Bestätigung für das große Engagement des Kollegiums.

Doch gab er am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung auch Lob zurück: "Die Einheit von Verwaltung, Gemeinderat, Eltern und Lehrkörper hat den Erfolg erst möglich gemacht." Todt nutzte die Möglichkeit, dem Gemeinderat die Eckpunkte der geplanten Gemeinschaftsschule noch einmal zu verdeutlichen.

Das erste Treffen der ausgewählten Schulen in Stuttgart habe bestätigt: "Diese Gemeinschaftsschule muss und wird ein Erfolg werden – deshalb sind die Ansprüche an die Starterschulen sehr hoch." Die Fortbildungsmappen für die Schulen zeigten deutlich, was auf den Lehrkörper zukomme. Nun müsse man vor allem den Eltern klar machen, "dass die Gemeinschaftsschule keine neue Variante an Testschulen ist". Sie werde im Schulgesetz verankert und solle dauerhaft bestehen bleiben, machte Todt klar.

Die Schüler könnten drei Bildungswege einschlagen: Die Schule mit Hauptschul- oder Realschulabschluss verlassen oder an ein Gymnasium wechseln – je nach erreichtem Bildungsstand. Alle Schüler können bis zur zehnten .Klasse gemeinsam unterrichtet werden. "Ende der zehnten Klasse wird exakt der gleiche Abschluss wie auf einer Realschule möglich sein – der mittlere Bildungsabschluss."

Realschul-, Gymnasial- und Hauptschullehrer werden gemeinsam unterrichten; vom Frontalunterricht verabschiedet man sich endgültig. "Die Individualisierung im Lehren und Lernen wird klar zunehmen", kündigte Todt an. Für interessierte Eltern wird es im Mai und Juni konkrete Informationen geben: Ein Tag der offenen Tür ist geplant – während eines Unterrichtstages.

Natürlich werde es eine Verstärkung des Lehrkörpers geben, der Schule stehen mehr Lehrerstunden zur Verfügung. Die verpflichtende Ganztagesschule für die Hauptschüler und eine offene Ganztagesschule für die Grundschüler ist dann selbstverständlich.

Noch steht die endgültige Anzahl der Schüler an der Gemeinschaftsschule nicht fest, das Interesse in den Umlandgemeinden sei jedoch groß. Selbstverständlich können die Schüler auch wie bisher nach der vierten Klasse an andere weiterführende Schulen wechseln. "Die Durchlässigkeit in alle Schularten wird jederzeit möglich sein." Todt ist sicher, dass die Gemeinschaftsschule ein Erfolgsmodell wird. "Ich gebe zu, dass dies die Art zu unterrichten ist, von der ich träume, seit ich meinen Beruf ausübe", freut sich der Rektor auf kommende Aufgaben. Der Lehrer werde zum "Lernbegleiter", der eingreift, wenn Probleme auftauchen. "Die Schüler müssen mehr Verantwortung für ihr eigenes Tun übernehmen", sieht Todt weitere Vorteile.

Einfach wird die Aufgabe nicht – und auch nur funktionieren, wenn alle Rädchen ineinander greifen. Am Montag findet die Gründungssitzung des Bürgerbeirats für die "Offene Bürgerschule" statt, die die Gemeinschaftsschule begleiten wird. Aus dem Gemeinderat wurden Andreas Staiger und Thorsten Wenner in den Beirat berufen.

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