Von Monika Hettich-Marull

Mönchweiler. Die Bürgerinitiative Pro Mönchweiler zog in der Hauptversammlung Bilanz.

In knapp einer Stunde hatten der Vorsitzende Pascal Polaczek und sein Stellvertreter Rolf Daschner die Regularien der Versammlung hinter sich gebracht. Kassiererin Maria Koch legte ein ausgeglichenes Haushaltsergebnis vor.

Pascal Polaczek blickte auf Geschehenes und Erreichtes zurück. Sicher, so Polaczek, habe so manches Mitglied sich gefragt, wann denn nun endlich die Hauptversammlung stattfindet – deshalb komme ein Rückblick auf das Jahr 2011 erst jetzt zum Jahresende 2012. "Durch die Entwicklungen im Bebauungsplan-Verfahren Egert II/III war unsere Vereinsarbeit im vergangenen Jahr extrem belastet." Erst jetzt sei man terminlich zu einer Hauptversammlung gekommen – die eigentlich Anfang des Jahres hätte stattfinden sollen. Polaczek nahm noch einmal Bezug auf die Geschehnisse und dankte allen Unterstützern des Standpunktes der Bürgerinitiative zum Thema Hezel. Um sich in das komplizierte Thema einzuarbeiten, bedurfte es viel Zeit. Diese Informationen allgemein verständlich aufzuarbeiten und weiter zu geben ist noch schwieriger und zeitaufwändiger. Unzählige Telefonate und neun Vorstandsitzungen waren dazu nötig.

Pro Mönchweiler hat derzeit 381 Mitglieder. In der Bürgerinitiative wurde laut Polaczek "das Miteinander und der Umweltschutz" wie in den Jahren zuvor bewusst gelebt. Zur Aktion 2011 kamen mehr als 70 Bürger – unter ihnen sehr viele Kinder. Teilgenommen hatte man am Kinderferienprogramm mit zwei Angeboten, die wieder auf große Resonanz stießen. Weitere Aktivitäten kamen durch die starke Einbindung in den Bebauungsplan zu kurz – dies soll 2013 wieder anders werden. Rolf Daschner gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr.

Mit 1270 Einsprüchen gegen den Bebauungsplan in der Offenlegung habe die Bevölkerung ein unübersehbares Signal gesetzt, den Plan so nicht zu akzeptieren. Dies wurde auch in der Bürgerversammlung im September mit rund 500 Bürgern noch einmal untermauert. Daschner hofft nun, dass der Wechsel des Anwalts bei der Gemeinde Mönchweiler "endlich den Weg frei macht, für eine bedingungslose Umsetzung der vitalen Interessen der Bürger von Mönchweiler". Man werde dies "weiterhin mit der gewohnten Sachkunde, Sachlichkeit und nicht zuletzt Beharrlichkeit begleiten – auf dass alles schließlich ein gutes Ende nehmen werde".