
Mönchweiler (mhm). Im Rahmen der Reihe "Lesung heimischer Autoren" liest am Freitag, 10. Februar, 20 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses Reinhard Großmann aus seinen Werken. Veranstalter der Lesung ist das Forum Mönchweiler in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein Mönchweiler.
Die Opfer der Verbrechen sollten keine Spuren hinterlassen. Das jedenfalls dachten sich die nationalsozialistischen Mörder und schütteten die Asche aus den Krematorien der Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno-nad-Nerem) in der Nähe von Lodz in den nahen Fluss.
Dass auch entfernte Verwandte aus dem jüdischen Zweig seiner Familie darunter waren, hat Reinhard Großmann veranlasst, ihre Geschichten zu erzählen. Eine davon führt in der Erinnerung zurück in ein schneebedecktes Tal in der Gegend von St. Georgen und Tennenbronn.
Großmann, Jahrgang 1934, war Lehrer am Gymnasium in Schramberg, wohnte in Tennenbronn und unterrichtete die Fächer Englisch, Geschichte und evangelische Religion. 1969 und 1972 war er Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Donaueschingen/Villingen. Im Ruhestand lebt er bei der Familie seines Sohnes bei Flensburg.