Meßstetten Welcher Sport hat Zukunft?

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Die GymMeßstics, ein Aushängeschild des Meßstetter Sports. Mit dem Sportstättenentwicklungsplan sollen auch die Anlagen in der Gesamtstadt wieder rundum vorzeigbar werden. Foto: Lissy Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Martin Kistner

Langfristige Verbesserungen statt einzelner Maßnahmen zur Flickschusterei: Der Meßstetter Gemeinderat hat gestern grünes Licht zur Aufstellung einer Sportstättenentwicklungsplanung gegeben.

Meßstetten. Alle sollen eingebunden werden: Schulen, Vereine, Sportanbieter: Bürgermeister Frank Schroft setzt mit der Sportstättenentwicklungsplanung eines seiner Wahlkampfthemen auf die Agenda. Gestern fragte er ab, was der Gemeinderat davon hält. Der sagte einstimmig Ja dazu, das "Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung" (ikps) mit der Erstellung des Gesamtkonzepts zu beauftragen. Die Stuttgarter besitzen Erfahrung – sie haben schon etliche solcher Pläne erarbeitet, unter anderem für die Stadt Albstadt.

Was ist ihr Auftrag? Wie Stefan Eckl vom "ikps" in der gestrigen Sitzung darlegte, befindet sich der Sport im Wandel: Die Menschen werden älter; ihr Interesse an Gesundheit und Fitness wächst, während das am Wettkampf nachlässt, und den einstigen Monopolisten, den Vereinen, erwächst private Konkurrenz. In dieser Situation gilt es herauszufinden, nach welcher Sorte Sport tatsächlich Nachfrage besteht und wie diese sich befriedigen lässt.

Am Anfang steht daher eine Erhebung: Welche Sportanbieter gibt es, und wie wird sich der Bedarf – ablesbar an der Entwicklung von Einwohner und speziell Schülerzahlen, entwickeln? Parallel dazu wird – unter Beteiligung aller Vereine und Schulen – der Bestand und der Bedarf an Sportstätten erhoben, und zwar sowohl der gesamtstädtische als auch der in den einzelnen Stadtteilen.

Der zweite Schritt ist die Beteiligung: Auf der Basis der Erhebungsresultate wird ein etwa 30-köpfiger Arbeitskreis , bestehend aus Vertretern von Verwaltung, Gemeinderat, Vereinen und Schulen, Ziele setzen und Schlüsse ziehen: Welche Sportstätten sollten erhalten respektive ausgebaut werden? Welche sind verzichtbar und kosten nur Geld, das anderswo besser angelegt wäre? Der dritte Schritt: "ikps" formuliert den Schlussbericht, der Ende 2016 vorliegen soll. Die Gesamtkosten des Konzepts werden mit 34 034 Euro veranschlagt.

Die Gemeinderäte brachten in der Aussprache ausschließlich Sachfragen vor. Tarzisius Eichenlaub wollte wissen, welche Rolle der Württembergische Landessportbund bei der Sache spiele. Antwort: Er steuert Bestandsdaten bei, etwa Mitgliederzahlen, nach Alter und Geschlecht aufgeschlüsselt. Oliver Rentschler fragte, ob die Erhebungsdaten schriftlich oder mündlich gewonnen würden. Schriftlich, erfuhr er – Gespräche wären sehr aufwendig. Elke Beuttler erkundigte sich nach den privaten Fitness-Studios – sie bleiben außen vor. Erfahrungsgemäß, so Eckl, seien sie schon wegen der Konkurrenz wenig auskunftsfreudig.

  
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