Meßstetten Meßstetten befindet sich im tiefen Tal

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Setzen sich für andere Menschen ein: die Meßstetter Blutspender, die Bürgermeister Frank Schroft (rechts) nun geehrt hat. Foto: Lissy Foto: Schwarzwälder-Bote

Bei der ersten Blutspenderehrung, die Bürgermeister Frank Schroft in seiner neunmonatigen Amtszeit vorgenommen hat, sind 31 Spender geehrt worden. Diese gingen insgesamt 945 Mal zum Aderlass, um damit Leben zu retten.

Meßstetten. Bürgermeister Frank Schroft würdigte das uneigennützige Engagement der Blutspender bei der Ehrung im Meßstetter Rathaus mit Anerkennung und dem Dank für diesen Dienst. In seiner Laudatio wies er darauf hin, dass 80 Prozent der Menschen mindestens einmal in ihrem Leben das Blut fremder Menschen benötigten, um zu gesunden oder zu überleben.

In Deutschland spendeten zwei Millionen Menschen regelmäßig Blut. 2013 seien 5,5 Millionen Transfusionen notwendig gewesen. Wenn man bedenke, dass eine Blutkonserve nur rund fünf Wochen haltbar sei, dann sehe man die Dimension, vor der die Blutspendeorganisation des Roten Kreuzes stehe. Allein in Baden-Württemberg würden täglich 1800 Blutspenden gebraucht, um Leben zu retten.

Durch den demografischen Wandel und die zunehmende Zahl älter werdender Menschen kämen noch weitere Belastungen hinzu. Das bedeute, dass bei immer mehr älteren Menschen die Zahl junger Spender abnehme, was eine große Herausforderung für das Rote Kreuz darstelle.

In diesem Jahr stand die Blutspendenaktion des Roten Kreuzes unter dem olympischen Motto: "Dabei sein ist alles" – mit tiefergehendem Hintergrund: Bei den Olympischen Spielen dabei zu sein, auch ohne Sieg, sei persönlicher Anreiz, Motivation, Erfüllung und Anerkennung. Beim Blutspenden dabei zu sein, das sei mehr. Das sei Fürsorge, Menschlichkeit, Nächstenliebe, das rette Leben. Dafür dankte der Bürgermeister: für die Bereitschaft der Blutspender und allen DRK-Bereitschaften der Gesamtstadt Meßstetten für das unverzichtbare Engagement.

Für den DRK-Ortsverein Meßstetten sprachen Rebekka Robnig und Jörg Löffler ihren Dank an die Blutspender aus. Robnig bedauerte, dass bei den Blutspendenterminen ein immer größer werdender Rückgang sowie die geringer werdende Bereitschaft jüngerer Blutspender zu verzeichnen sei.

Attraktive Aktionen fruchten nicht

Selbst attraktive Aktionen, bei denen auch Preise zu gewinnen seien, und das immer sehr reichhaltige und abwechslungsreiche Vesper, mit denen die Menschen zur Blutspende gelockt werden sollten, fruchteten nicht. Die Organisatoren seien ratlos, wie sie die Leute noch zum Blutspenden bringen. Mit der rückläufigen Zahl befinde man sich in Meßstetten in einem tiefen Tal. Schroft, Robnig und Löffler zeichneten die Blutspender mit Ehrennadeln, Urkunden und Präsenten aus.

Die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit rotem Stein sowie eine Flasche Meßstetter Sekt erhielten für zehnmaliges Spenden Birgit Dreher, Thomas Ewert, Torsten Hopf, Ronny Kittler, Vanessa Knaus, Volker Ruof, Jennifer Sens, Thomas Sperling, Inge Steidle, Dirk Stengel, Manuel Streicher und Joachim Streicher.

Die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz und der Zahl 25 sowie einen Karton Wein erhielten Walter Bitzer, Martina Butz, Marcus Grässle, Thomas Jung, Andreas Mennig, Karin Münze-Groß, Franziska Reinauer, Kevin Rieker, Ann-Kathrin Schlude und Bernd Wißmann.

Die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz und der Zahl 50 sowie einen Karton Wein bekamen Inge Heinicke, Helga Simon, Roland Stier und Rainer Strobel. Die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz und der Zahl 75 sowie einen kleinen Präsentkorb erhielten Wolfgang Bosch, Andreas Kaunas, Michael Ritter, Jürgen Wagner und Fredy Wenzler.

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