Meßstetten Große Neugier auf das Sperrgebiet
Schwarzwälder-Bote, 02.08.2012 21:23 Uhr
Oberstleutnant Udo Eckbrett, Chef auf dem Truppenübungsplatz, fesselte Hunderte Teilnehmer mit seinem Wissen. Foto: SteidleFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Alois Gomeringer
Meßstetten-Heinstetten. Dort kommt Otto Normalbürger sonst nie hin – kein Wunder, dass der Besucherandrang an der zweiten Meßstetter Ferienwanderung in diesem Sommer auf dem Truppenübungsplatz Heuberg besonders groß war.
Nicht nur herrliche Ausblicke, sondern auch interessante Daten und Fakten hat die zweistündige Meßstetter Ferienwanderung auf dem Truppenübungsplatz Heuberg geboten, die Wanderführer Richard Wagner am Mittwoch Abend geführt hat. An der Turn- und Festhalle Heinstetten haben sich mehr als 300 Interessierte getroffen, um gemeinsam aufzubrechen in Richtung Schlucht am Grenzweg bei der Ringstraße und weiter am Waldrand entlang bis zum Bauwerk 5.
Dort überquerten die Teilnehmer die Ringstraße und fanden sich plötzlich mitten auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Heuberg. Seit dessen Einrichtung im Jahr 1910 hat der Truppenübungsplatz Heuberg die Entwicklung der vormals selbständigen Gemeinde Heinstetten, heute ein Stadtteil von Meßstetten, mitgeprägt.
Nach der ersten Ferienwanderung in dem militärischen Sperrgebiet, die im vergangenen Jahr nicht weniger als 400 Personen angelockt hatte, präsentierte Wanderführer Richard Wagner diesmal den etwas nördlicher gelegenen Teil dieses landschaftlich reizvollen, rund 4700 Hektar großen Areals. Auf der sogenannten Panzerstraße verlief die Strecke bis zum Gewann Steinigsbol, bis zur Schussbahn 12 und weiter Richtung Kraftsberg mit schönen Aussichten zum Zitterbock und zur Ruine Wildenstein.
Nach dem Rückweg auf dem so genannten Totenweg – der Name rührt aus der Zeit, als die Heinstetter ihre Verstorbenen zur Bestattung nach Ebingen brachten – verließen die Wanderer den Truppenübungsplatz Richtung Heinstetten, wo die Teilnehmer beim Vesper noch Gelegenheit hatten zum Gespräch.


