Von Werner Lissy

Meßstetten-Heinstetten. Mit einem gelungenen Konzert hat am Samstagabend der Heinstetter Musikverein seine zahlreichen Gäste aufs Weihnachtsfest eingestimmt.

Über eine voll besetzte Festhalle freute sich der Vereinsvorsitzende Marcus Löffler freuen – und dämpfte die Freude fast im nächsten Atemzug mit dem Hinweis, wie sehr an diesem Abend der im November verstorbene Kreisverbandsvorsitzende Josef Braun vermisst werde. Die ganze Halle legte darauf eine Gedenkminute für Braun ein.

Die von Susanne Steidle geleitete Jugendkapelle eröffnete das Konzert mit dem Stück "Groovin’ Recorders", in dem Hanna Deufel, Malena Steidle, Theresa Nowacki, Simon Steidle und Timo Mauch, alle zwischen sieben und neun Jahre alt, als Blockflöten-Solisten im Rampenlicht standen. Sie wirkten sehr cool und erhielten für ihre Soli brausenden Beifall – eine Zugabe war danach Ehrensache.

Als nächsten Titel kündigte die souverän moderierende Ann-Kathrin Nowacki "Scenes Of Russia" an, eine musikalische Reise nach Moskau und St. Petersburg, auf der sowohl russische Melancholie als auch russische Lebensfreude angemessenen Ausdruck fanden. Eine ganz andere Weltgegend, nämlich Schottland, wurde in den folgenden "Highland Games" musikalisch beschrieben; einen launigen Schlusspunkt setzte die Jugendkapelle mit "Crazy For Cartoons". Dem Publikum gefielen die "Comics für die Ohren"; erneut wurde eine Zugabe gefordert und gewährt.

Die Aktiven, die von Thomas Moosbrucker dirigiert wurden, eröffneten ihren Part mit dem nachdenklich stimmenden "Portrait Of Freedom", einer Hommage an die rund 40000 Helfer, die nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center im Einsatz gewesen waren. Anschließend lud Moderator Felix Steidle zu einer "Rheinreise", die bei der sanft sprudelnden Quelle begann und erst bei der Mündung endete.

Besonders stolz sind die Heinstetter Musiker auf das Stück "Imagasy", für das sie beim Kreismusikfest die Note sehr gut erhielten. In "Feeling Good" beeindruckte Dirigent Moosbrucker die Zuhörer mit einem präzise intonierten Posaunensolo – das Stück ist ein Paradebeispiel des Big-Band-Stils, und so mancher wippte zum schmissigen Rhythmus mit der Schuhspitze. Beeindruckende Leistungen boten die Instrumentalisten der Musikkapelle auch im Soundtrack von "König der Löwen" – man konnte vor dem geistigen Auge sehen, wie das Reich der Tiere seinem majestätisch auftretenden Monarchen huldigt. Ein abwechslungsreiches Herbert- Grönemeyer-Medley beendete das offizielle Programm; als Zugabe spielte die Musikkapelle einen flotten Marsch – und traditionsgemäß zum Abschluss "Stille Nacht".

Auch Ehrungen standen an diesem Abend auf dem Programm. Unter anderem wurde Saxophonist Dietmar Drissner für 30 Jahre als aktiver Musiker die Goldene Ehrennadel mit Urkunde des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg überreicht.