Von Maria Ordowski Meßstetten. "Bräuche im Jahreslauf" hat das Motto gelautet: Bereits zum zweiten Mal veranstalteten die evangelische Kirchengemeinde, der Geschichtsverein, die Schulsozialarbeit und die Burgschule Meßstetten gemeinsam einen Seniorennachmittag. Pfarrer Reinhold Schuttkowski begrüßte die Gäste und führte durch das Programm.

Zur musikalischen Einstimmung spielte Maria Fischer am Klavier. Unter der Leitung der Sozialpädagogin Ina Kästle-Müller gestalteten die Senioren gemeinsam mit den Burgschülern eine Glasvase.

Fachoberlehrerin Maria Ordowski und die Schüler der Klassen 9a und 9b gaben den Gästen vielfältige Informationen über die heilige Barbara, deren Gedenktag am 4. Dezember gefeiert wird und der im Volksmund auch als "Barbara­tag" bekannt ist. Nach einer alten Tradition schneidet man an diesem Tag Zweige von einem Obstbaum oder einer Forsythie ab und stellt sie ins Wasser. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht und Leben in die Wohnung bringen.

Nach der Präsentation trugen die Schüler gekonnt ihre auswendig gelernten Adventsgedichte vor. Die Schülerin Jasmin Hölle verzauberte die Anwesenden mit einem Klavierstück – ganz nach dem Motto der Hildegard von Bingen: "In der Musik hat Gott den Menschen die Erinnerung an das verlorene Paradies hinterlassen." Den zweiten thematischen Teil übernahm Karl Ast vom Geschichtsverein. Er legte anhand einer Dissertation aus dem Jahre 1900 anschaulich die Bräuche im Jahresablauf und bei Hochzeiten aus dieser Zeitepoche dar. Das Abschlusswort hatte dann wieder Pfarrer Schuttkowski, und mit einem gemeinsamen Lied wurde der Schlussakkord gesetzt. Die Bewirtung lag wieder in den Händen von Ilse Link und ihrem Team. Jeder Teilnehmer durfte einen Barbarazweig in der selbstdekorierten Glasvase mit nach Hause nehmen.