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Loßburg Quilt-Kunstwerke zieren die Eingangshalle des Hehl-Stifts

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Vor einem Patchwork-Exponat (von links): Fördervereinsvorsitzender Manfred Hauser, Hedwig Schimpf, Iris Ruoss, Susanne Wasel, Karin Weigold, Petra Placke und Bürgermeister Christoph Enderle. Foto: Adrian Foto: Schwarzwälder-Bote

Loßburg. Bunte kunstvolle Prachtwerke zieren derzeit die Eingangshalle des Loßburger Gebrüder-Hehl-Stifts. Eingeladen zur Vernissage hatte der Förderverein des Hauses, der der Freudenstädter Patchworkgruppe "Freudenquilter" die Gelegenheit gab, ihre kreativen Exponate zu präsentieren.

Fördervereinsvorsitzender Manfred Hauser begrüßte die Gäste, unter ihnen auch Bürgermeister Christoph Enderle, und die fleißigen Frauen, die oft in monate- oder gar jahrelanger Arbeit mit "viel Geduld, viel Zeit und großer Begeisterung" Teppiche und Wandbilder aus verschiedensten Stoffen, Größen und unterschiedlichsten Mustern gefertigt hatten, hob Hauser hervor.

Patchwork-Expertin Iris Ruoss, deren Werke ebenfalls im Stift zu sehen sind, stellte in kurzen Worten die Gruppe vor, die sich im Jahr 2001 zusammengefunden hatte und sich einmal im Monat zum gemeinsamen Nähen in den Räumen der Firma Kurz in Freudenstadt trifft. Dort werden bei regem Gedankenaustausch unterschiedliche Ideen diskutiert und manches Patchwork-Problem gelöst. Acht Frauen treffen sich, "die alle der selben Sucht verfallen sind", sagte Ruoss augenzwinkernd. Zur Ausstellung beigetragen haben Hedwig Schimpf, Susanne Wasel, Karin Weigold, Petra Placke, Angelika Brüstle und Anja Dieterle.

Zur Geschichte des Patch­workens berichtete Ruoss, dass diese Näharbeiten existieren, seit die Menschen mit Nadel und Faden hantieren konnten. Deutsche Auswandererfrauen brachten beispielsweise die Kunst in die USA und stellten dort ihre Werke, oft Gruppenarbeiten, vor. Große Decken, vielfach prachtvolle Bettüberwürfe oder Wandteppiche, meist einziger farbiger Schmuck eines Zimmers, entwickelten sich zu bemerkenswerten Kunstwerken.

"Farmers Wife Sampler" misst 225 mal 200 Zentimeter

Eine Decke besteht in der Regel aus zwei, aber auch drei Lagen. Oben liegt die phantasie- und kunstvolle Schauseite, darunter ein wärmendes Vlies aus Wolle oder Baumwolle, die Rück- oder Unterseite besteht zumeist aus einer Stoffbahn.

Die Kunst des Quiltens zeigt sich in möglichst kleinen Stichen, die stets gleich lang und auf der Vorder- und Rückseite gleichmäßig sein müssen. Wunderschöne farbige Werke unterschiedlicher Größe und Machart können in der Ausstellung bewundert werden.

Einzelarbeiten, aber auch eine große Gruppenarbeit wie beispielsweise der "Farmers Wife Sampler" in einer Größe von 225 mal 200 Zentimetern mit 111 verschiedenen traditionellen Blöcken werden gezeigt. Immer wieder gibt es während des Rundgangs Neues zu entdecken, wie eine Arbeit, auf der quasi dreidimensionale Würfel äußerst plastisch und farbintensiv zu sehen sind.

Ein Rundgang durch die Ausstellung, die noch bis zum 5. Januar 2018 zu sehen ist, zeigt eindrücklich die große Sorgfalt und Phantasie, die die ausstellenden Patchwork-Expertinnen an den Tag gelegt haben. Musikalisch recht träumerisch und romantisch, aber auch mit schwungvollen ungarischen Tänzen unterlegt unterhielten Jonathan Nestler (Cello) und Ashley Hoe am Flügel die Gäste, bevor die Vernissage mit einen Umtrunk und leckeren Häppchen, gespendet vom Förderverein, ihren Abschluss fand.

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