Loßburg Bei Leistungsabzeichen ganz vorn

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Langjährige Feuerwehrleute geehrt (von links): Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Stefan Hentschel (25 Jahre Feuerwehrdienst), Bürgermeister Christoph Enderle, Doris Schatz (25 Jahre aktiv), Kreisverbandsvorsitzender Maik Zinser und Gesamtkommandant Jochen Link Fotos: Hering Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Werner Hering

Loßburg. Ehrungen und eine Rückschau standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Loßburger Gesamtfeuerwehr im Kinzighaus. Gesamtkommandant Jochen Link ging in seinem Bericht auf die Einsätze im vergangenen Jahr ein, besonders auf Großeinsätze bei den Bränden in der Firma Pfalzgraf in Pfalzgrafenweiler und der Firma Ziegler in Dornhan.

Wichtig gewesen sei auch die Teilnahme der verschiedenen Abteilungen an den Sommerferienprogrammen, geht es dabei doch auch darum, junge Menschen für die Feuerwehr zu interessieren. Nachdem der Einbau von Rauchmeldern gesetzlich vorgeschrieben ist, sei die Beratung darüber eine wichtige Aufklärungsarbeit, betonte Link. Die Feuerwehr Loßburg hatte zum Jahresende 186 Aktive, darunter elf Frauen. Die Jugendfeuerwehr hat 29 Mitglieder, 36 Personen sind in der Alterswehr. Im vergangenen Jahr besuchten 67 Aktive einen Lehrgang. Derzeit haben 76 das Leistungsabzeichen in Gold, 102 das in Silber und 145 das in Bronze. Es folgten die Berichte der einzelnen Abteilungen, der Jugendfeuerwehr und der Alterswehr sowie des Schriftführers Felix Seidel. In seinem Grußwort ließ Bürgermeister Christoph Enderle das vergangene Jahr nochmals Revue passieren. Für ihn war es eine besondere Erfahrung, als er zu einem Unfall auf der Landesstraße 408 mit Schwerverletzten und einem tödlich Verunglückten kam. Die Feuerwehr leistete technische Unterstützung. Dabei sei ein Feuerwehrmann zusammengebrochen. Ein Sanitäter der DRK-Ortsbereitschaft habe ihn reanimiert, bis der Notarzt kam.

Enderle dankte der Feuerwehr im Namen der Bevölkerung für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Mit viel Zeitaufwand und Herzblut sei sie zum Wohl der Allgemeinheit aktiv. Deshalb wollten sowohl er, Enderle, als auch die Gemeinderäte die Feuerwehr unterstützen. Dies erfolgte im vergangenen Jahr mit dem Kauf eines Mannschafttransportwagens.

In diesem Jahr wird ein Gerätewagen Logistik beschafft, dessen Standort in Betzweiler sein wird. Zudem wird ein Förderantrag gestellt, damit in Betzweiler ein neues Feuerwehrgerätehaus mit drei Boxen gebaut werden soll. Für den Neubau im Gelben Grund in diesem und im nächsten Jahr sind 1,6 Millionen Euro veranschlagt.

Kreisbrandmeister Frank Jahraus ging nochmals auf die Einsätze der Feuerwehr im vergangenen Jahr ein. Vor allem durch den Einsatz nach dem Unfall auf der Landesstraße 408 sei deutlich geworden, weshalb zu Einsätzen der Feuerwehr auch immer das Rote Kreuz alarmiert wird – um Hilfe vor Ort Hilfe leisten zu können, aber auch zum Schutz der Einsatzkräfte.

Doris Schatz und Stefan Henschel 25 Jahre im aktiven Dienst

Im Zusammenhang mit dem Einsatz beim Großbrand in Pfalzgrafenweiler ging Jahraus auf den Vorwurf ein, nicht alle Feuerwehren im Kreis eingesetzt zu haben. Ein Grundschutz vor Ort müsse immer gewährleistet werden, betonte der Kreisbrandmeister. So seien die Wehren aus Alpirsbach und Baiersbronn nicht eingesetzt worden. Diese Entscheidung habe sich noch während des Brands bewährt, denn die Baiersbronner Wehr habe zu einem Dachstuhlbrand ausrücken müssen. Besonders lobte Jahraus die Nachwuchsarbeit der Loßburger Wehr und hob die Tatsache hervor, dass sie die Wehr mit den meisten Leistungsabzeichen sei. Solche Leistungsabzeichen seien ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Frank Jahraus übernahm die Ehrung für 25 Jahre im aktiven Dienst. Ausgezeichnet wurden Doris Schatz und Stefan Henschel. Bürgermeister Christoph Enderle hielt die Laudatio auf die Geehrten. Neben Urkunden erhielt sie die das Feuerwehrehrenzeichen in Silber, ein Präsent und vom Kreisverbandsvorsitzenden Maik Zinser noch den Feuerwehr-Römer. Zinser gab noch einen Überblick über die Veranstaltungen der Feuerwehr im laufenden Jahr und wies auf das St.-Florian-Hotel in Titisee hin. Bürgermeister Enderle und Gesamtkommandant Link verabschiedeten drei Aktive aus dem Dienst. So scheidet Gerhard Widmaier aus Sterneck nach 47 Jahren aus und wechselt in die Alterswehr. Zwei weitere Feuerwehrleute schieden aus persönlichen und beruflichen Gründen aus. Einstimmig wurde Christian Sawall in den Feuerwehrausschuss gewählt. Zum Abschluss gab Jochen Link noch Übungstermine bekannt. Die Gesamt-Hauptübung findet demnach am 9. Juli in Loßburg und die Katastrophenvollschutzübung des Kreises am 15. Oktober statt.

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