Löffingen (gb). Unterführung oder Brücke über den Bahnübergang, geschlossene Übergänge, die Anbindung an den Reichberg erfolgt über eine Brücke oder eine Unterführung – so könnte die Zukunft im Baarstädtchen aussehen.

Auch regelmäßige Feste der Nationen, ein Fußgänger-Leitsystem, eine Umgehungsstraße über das Schneekreuz, auf dem Bauhofareal eine Ärztezentrum, Jugend- und Emmi-granten fest in den Vereinen und im Städtle verwurzelt – das sind weitere Entwürfe der Arbeitsgruppen des Löffinger Bürgertischs für das Jahr 2030.

Die Gruppe mit den Sprechern Werner Wassmer, Günter Leber und Irene Glunk hatte konkrete Pläne dabei, wie der Straßenverkehr durchs Städtle mittels einer Umgehungsstraße verringert werden könnte: eine Verkehrsführung mit neuer Abfahrt von der B 31 über den Witterschnee, dafür im gesamten Städtle Zone 30 und die Kirch- und Ringstraße als Einbahnstraße.

Um den Rückstau bei den Bahnübergängen zu verhindern – der sich bei einem Halbstundentakt enorm vergrößert – sollte man die drei Bahnübergänge schließen, so die Arbeitsgruppe. Für die Anbindung der beiden "Stadt-Teile" könnte entweder eine Unterführung, angedacht ist hier die Gegend um die ehemalig ZG, oder eine Brücke beim ehemaligen Prause­gelände. Ein Fußgängerleitsystem, ein Parkleitsystem, der Verzicht auf Dauerparker im Städtle könnte die Innenstadt aufwerten.

Ganz konkret hatte Werner Wassmer, der den Verkehr im Städtle als zu dicht beurteilt, schon mit der Bahn über Kostenübernahmen bei den Bahnübergangsschließungen gesprochen. Eine Aufwertung im Städtle sei möglich, wenn die alte Stadtmauer bei der Neugestaltung berücksichtigt werde, erklärte Dieter Mellert. "Wir haben ein lebendiges Städtle", betonte Marlene Hauser. Allerdings benötigten die Hauseigentümer auch eigene Freiräume zur Gestaltung.

Nicht weniger interessant waren die Zukunftsaussichten mit der sich die Arbeitsgruppe Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Kinder und Jugend beschäftigte. "Wir haben uns aus der Vielfalt der Punkte auf das Wesentliche reduziert und hier Schwerpunkte herausgearbeitet", so deren Sprecher Ottmar Heiler. Vieles laufe im Städtle schon sehr gut, etwa der Tierschutzverein, der Weltladen, das DRK, die Kirchen, aber auch die Vereine oder Baugenossenschaft. Um die Jugend mit ins Boot zu bekommen, wurde mit den Rektoren Gustl Frey von der Werkrealschule und Peter Kunz, Realschule, Kontakt aufgenommen.

Man sucht auch einen Jugendpfleger. "Es ist sehr schwierig, den Bedarf in der Jugend und auch im Integrationsbereich zu ermitteln", so Ottmar Heiler. Allerdings könnte man hier, regte Bürgermeister Norbert Brugger an, auf den Kindergarten und die Firma WST zugehen. Im Kindergarten wurde ein Fest der Nationen veranstaltet, bei dem sich die Familien mit ausländischen Wurzeln und ihre Kultur vorstellen konnten. Beim Löffinger Unternehmen WST, besteht die Belegschaft zu rund 70 Prozent aus ausländischen Mitbürgern.

Die Integration in den Ortsteilen, bestätigte Leo Maier am Beispiel des Sportsvereins Göschweiler, sei äußerst erfolgreich. Diese sollte man auch in der Stadt Löffingen umsetzen. Neben einem Fest der Nationen sollte ein stetiger Dialog mit ausländischen Mitbürgern erfolgen. Im Bereich Sport sollte man über eine Arbeitsgemeinschaft, wie in Neustadt bereits praktiziert, eine Verbindung der Sportvereine nachdenken, regte Ottmar Heiler an.