Hochschwarzwald (gb). "Nach 20 Sekunden wird der Alarm ausgelöst" – so heißt es in der neuen integrierten Leitstelle in Freiburg. Wie gut sich diese Notrufannahme bewährt, habe auch der Großbrand in der Caritaswerkstatt in Neustadt gezeigt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Gotthard Benitz von der Feuerwehr Neustadt bestätigte dies kürzlich bei seinem Besuch bei der Feuerwehr in Reiselfingen.

In Freiburg in der integrierten Leitstelle laufen die Notrufnummern 112, aber auch die in der Bevölkerung noch präsente Rettungsdienstnummer 19222 ein. Trotzdem, so kann man von der Leitstelle (ILS) erfahren, ist es nicht gleich, welche Nummer gewählt wird. Die europäische Notrufnummer 112 wird immer bevorzugt behandelt, selbst bei überlasteten Telefonnetzleitungen bleibt die Leitung für den Notruf frei. Außerdem sei diese Nummer 112 immer kostenlos, sie kann also auch von jeder Telefonzelle abgesetzt werden. Auch von Handys, die kein Guthaben mehr haben, ist die Notrufnummer 112 wie auch der Polizei-Notruf 110 ohne Vorwahl möglich. Die ILS ist für alle Notfälle, ob Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst, zuständig.

In Zukunft wird man auch die Gefahrgut-Einsätze in die Gefahrgut-Gruppe Hochschwarzwald zusammenführen, erklärte Gotthard Benitz. Die Gefahrgut-Transporte nehmen immer mehr zu und die B 31 stellt für manchen Fahrer eine gewisse Herausforderung dar. Bisher gab es noch keine großen Gefahrgutschäden nach Unfällen, doch dies könne sich täglich ändern. Deshalb sei es wichtig, mit giftigen Stoffen im Notfall richtig umgehen zu können.

Erst im vergangenen Jahr wurde ein solches Szenario nachgestellt, um zu proben. Fortbildungen sind deshalb bei der Feuerwehr ein wichtiger Aspekt, so Benitz in seinem Appell, sich den Leistungsabzeichen zu stellen.

Gerade das schreckliche Beispiel des Großbrands in Neustadt habe gezeigt wie wichtig das Zusammenspiel von Wissen und Ausrüstung sei.