Von Georg Borho

Lauterbach. Beim Kolping-Gedenktag der Kolpingfamilie im Gemeindezentrum "Sonne" erinnerte der Vorsitzende Hubert Nagel an den Geburtstag Adolph Kolpings vor exakt 199 Jahren. "Keiner von uns hat ihn persönlich gekannt, doch sein Werk lebt auf allen Kontinenten dieser Erde", fuhr Nagel in seiner Begrüßung fort. Das Werk Kolpings lebe und belebe, bringe Bildung, Fortschritt und Achtung vor den Menschen. Es helfe zu gestalten und werde überleben, so Nagel. Die Ehrungen langjähriger Mitglieder bildeten einen zentralen Schwerpunkt des Gedenktages. Nagel rief bei den jeweiligen Eintrittsjahren der Geehrten "die Welt in Schlagzeilen" pointenreich gewürzt in Erinnerung. Hans-Peter Fehrenbacher, Harald Glatthaar, Ansgar Haas, Herbert Herzog und Manfred King können auf 40 Jahre Treue zum Kolpingwerk, Josef Kern und Volker Kohler auf 50 Jahre, Eugen Buchholz, Edmund Müller und Hermann Reiner auf 60 Jahre sowie Oskar Haberstroh auf sage und schreibe 65 Jahre Treue zum Kolpingwerk zurückblicken. Zusammen mit Präses Stadtpfarrer Rüdiger Kocholl und dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Peter Fetz würdigte Nagel die langjährige Treue mit einer Urkunde und einem Präsent. Im Namen der Geehrten bedankte sich Oskar Haberstroh und meinte wörtlich: "Nicht große Worte, sondern Taten zieren den Mann". Anlässlich der Erhebung des Erzbischofs von Trivandrum im südwestindischen Bundesstaat Kerala, Isaac Mar Cleemis zum Kardinal, weilten Hubert und Gertrud Nagel einige Tage in Rom. Der Bischof wirkte 2005 als Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Schramberg-Lauterbach. Der ausführliche Reisebericht, via PowerPoint untermalt, beeindruckte die aufmerksam lauschende Kolpingfamilie auf nachhaltige Weise. Der 86-jährige Ehrenvorsitzende Anton Roming, steuerte mit bewegter Stimme des Weiteren noch einige ergreifende Beiträge bei. Er überraschte die Kolpingfamilie mit einer Plakette zum Aufhängen. Der Gedenktag endete mit einem würdigen Gottesdienst in der Kirche St. Michael.