
Von Christoph Ziechaus Lauterbach. Der Beschluss des Gemeinderats für eine neue Heizanlage mit einem Biomassekessel für Schule und Gemeindehaus in Lauterbach steht.Als Gewinner des landesweiten Bioenergiewettbewerbs erhält die Gemeinde für die energetische Nutzung von Biomasse vom Land einen Zuschuss von 150 000 Euro. Bis Ende Januar soll noch ein Antrag auf Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock gestellt werden, kündigte Kämmerer Kaupp an.
Er rechnete bis Mitte des Jahres mit einem günstigen Bescheid und dann sollten nach Absprache mit den Vereinen die Gewerke ausgeschrieben und vergeben werden. Bei der bevorstehenden Sanierung der Gemeindehalle muss auch die alte Heizung ersetzt werden. Geheizt werden soll die Halle künftig über eine Nahwärmeleitung von der benachbarten Schule aus mit einem Biomassekessel. Heupellets sollen umweltverträglich und kostengünstig die Wärme für die beiden großen Gebäude liefern.
Die Heizanlage mit einer Wärmeleistung von über 200 Kilowatt soll als Pilotprojekt dienen und Erkenntnisse liefern über die künftige Nutzung des heimischen Energieträgers Biomasse. Eine Pelletieranlage betreibt Bernhard Müller in Dietingen-Böhringen, in der zur Tierfütterung ungeeignetes Heu und Stroh zu dem nachwachsenden Brennstoff verarbeitet wird. Dazu kann auch trockenes Heu aus der Landschaftspflege in Lauterbach oder Sulzbach verwendet werden. "Ideal wäre, wenn Bauern ihre Rund- oder Quaderballen anliefern und Heupellets mit zurücknehmen", erklärte Bernhard Müller. Auch andere Bauern aus dem Landschaftsentwicklungsverband im Mittelbereich könnten so unbrauchbares Heu eintauschen.
Allerdings gebe es noch keine Absprachen mit Gemeinde, Verband und den Bauern über diese Möglichkeit für eine örtliche Wertschöpfung und dem Ausbruch aus der Preisspirale fossiler Brennstoffe.