Lauterbach-Sulzbach. Im Rahmen eines Chorreiseprogramms unternahmen die Sänger der Sängerlust Sulzbach mit ihren Frauen einen Dreitagesausflug per Bus nach Prag. In zügiger Fahrt über Stuttgart, Nürnberg und die Oberpfalz erreichten die 55 Ausflügler bei gutem Reisewetter Pilsen als erste Station. In der Schänke der Pilsner Urquell Brauerei wartete das Mittagessen. Hier kam die Reiseleiterin dazu, die die Gruppe ortskundig und professionell in gutem Deutsch während der drei Tage betreute. Bald war Prag erreicht. Mit der U-Bahn erreichte man von dem ruhig, am Stadtrand gelegenen Hotel rasch das Zentrum der tschechischen Hauptstadt. Eine erste Stadtführung mit anschließendem Besuch des Weihnachtsmarktes schloss sich an. Der nächste Tag brachte bei der Führung in der historischen Stadt so manche geschichtsträchtige Information. Beim Besuch der deutschen Botschaft erläuterte die Reiseführerin die aufregenden Tage vor der Wende in der DDR, damals befanden sich über 4000 Menschen im kleinen Garten der Botschaft und wollten über Prag die Ausreise in den Westen erzwingen, bevor der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon der Botschaft die erlösende Ausreisegenehmigung verkündete. Die Prager Burg mit ihrer Geschichte und den legendären Fensterstürzen erstaunte die Sänger immer wieder.

Der Höhepunkt war natürlich der abendliche Auftritt auf der Bühne des Weihnachtsmarktes. Dicht gedrängt standen die Besucher vor der Bühne, um sich den Chor aus dem Schwarzwald anzuhören. Lang anhaltender Applaus der rund 500 vor der Bühne versammelten Weihnachtsmarktbesucher war der Dank für die dargebotenen Weihnachtslieder.

Im Kloster Strahov stärkten sich die Sänger in Gesellschaft mit anderen Gastchören unter anderem aus Finnland und Frankreich. Internationales Flair breitete sich aus, als jeder Chor noch ein paar Lieder aus seiner Heimat sang. Am Sonntag stand die Besichtigung der historisch bedeutsamen Karlsbrücke an, die die Altstadt mit dem modernen Prag über die Moldau verbindet. Das im 14. Jahrhundert errichtete Bauwerk mit seinen vielen Statuen und einer Breite für drei Pferdekutschen war ein prägender Teil der Reise ebenso das jüdische Viertel. Doch dann hieß es schon wieder Abschied von der goldenen Stadt nehmen. Mit vielen schönen Eindrücken kam die Sängerschar wieder wohlbehalten zu Hause an