Lahr "Kunst und Genuss" im Stadtpark

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Die Menschen genossen die Atmosphäre im Stadtpark, wo sich Geselligkeit mit einem Kunsterlebnis verbinden ließ. Foto: Baublies

Lahr - »Kunst und Genuss« im Lahrer Stadtpark hat einen interessanten Einblick in die Kunst- und Literaturszene der Region geboten. Die Besucher flanierten in mediterraner Atmosphäre, hörten Musik, betrachteten Gemälde oder verfolgten Autorenlesungen.

Am Freitagabend füllte sich der Park allerdings erst, nachdem die größte Hitze verflogen war. Nach 20 Uhr wehte eine sehr angenehme, leichte und sogar kühle Brise durch den Park. An der Abzweigung, die zum Rosengarten und zur Orangerie oder zum Pavillon führt, flanierten die dann doch reichlichen Gäste zwischen den Ständen in der Marktgasse.

Bereits die ersten Schritte in den Park versprachen viel Kunst. Michael Hess und die Bildhauerei Rothbächler hatten den Weg vorbei an den Kakteen mit Skulpturen geschmückt.

In der Orangerie stellten Maren Spraul »Holzkreationen« sowie Bärbel Zender und Gabriele Melzer Bilder aus. Die »Farbgeschichten« Melzers, bunte und plastische Porträts, sind Pop-Art. Zender zeigte die Ausstellung »Im Fluss der Farbe«. Sie verwendete Acrylfarben für grelle und grafische Ansichten, die an eine Skyline am Fluss erinnern. Daneben hingen Aquarelle, teilweise detailliert und präzise getuscht, teilweise nur als Skizzen hingeworfen.
Es erklingt ein »Liedel, so frei wie der Wind«

Die dritte Künstlerin war Lorena Prado, die ihre großformatigen Bilder an der Weinstube präsentierte. Sie verwendet ebenfalls Acryl –­ zum Beispiel für präzise Ansichten eines Frauenakts, abstrakte Formen und Flächen sowie für ein Porträt, das an die altamerikanische Kunst erinnert. »Was ein Bild vollendet, ist nicht die Fülle der Einzelheiten, sondern die Richtigkeit des Ganzen.« Das Zitat von Theodore Rousseau präsentierte sie zu ihren Bildern.

Autoren lesen im Wechsel vor

In der Weinstube boten sechs Autoren aus dem Elsass und der Ortenau Lesungen an. Sergé Rieger aus dem Elsass sang mit verständlichem Alemannisch unter anderem ein »Liedel, so frei wie der Wind«. Hannelore Schlote erzählte eine kurzweilige Geschichte rund um das Thema »Eier zum Frühstück«. Die Frage, wer denn nun zuerst da gewesen sei, Henne oder Ei, stellte die Autorin dabei nur nebenbei. Sie befand diese Diskussion – anhand der vielen Möglichkeiten, die das Ei am Sonntag »im Guten oder im Bösen« biete – als zu leicht und löste daher das Rätsel nicht. Klaus Huber präsentierte Verse über Wein und das Leben als Winzer.

Die insgesamt sechs Autoren lasen im Wechsel den gesamten Abend vor. Auch das war ein Teil des stimmigen Konzepts von »Kunst und Genuss«: Man konnte überall sehen, weitergehen, um dann wieder da zu landen, wo man schon gewesen war.

Die Gastronomie bot rund um den Pavillon alles, was an einem erst heißen und später erträglich warmen Abend zu wünschen war. Zum Beispiel gab es viele frische Fruchtsäfte und mediterrane Burger vom Grill. Das Jugend-Musik-Werk nutzte die Bühne unter dem Pavillon für Auftritte verschiedener Bands, die sich im Zeitareal zusammengefunden haben. Diese Musiker traten auch an anderen Stellen im Park auf.

Hier galt das Gleiche wie bei den Kunstwerken oder den Lesungen: Die Musik war da, um zuzuhören oder um am Rand für Untermalung etwa der Kunst und beim Genuss zu sorgen.

Der Veranstalter Business und Future hatte das mit einem Zitat von Pablo Picasso also korrekt beschrieben: »Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.«

  
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