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Kreis Rottweil - Auch wenn der dicke Schnee nicht wirklich überraschend kam – für einen kleinen Ausnahmezustand hat es am Mittwoch trotzdem gereicht: Im Kreisgebiet hingen Lastwagen fest, krachten Autos ineinander und liefen Schneefräsen heiß.
Allein zwischen 6 und 9 Uhr am Morgen ereigneten sich laut Mitteilung der Polizei im Landkreis 16 Verkehrsunfälle, bei denen zwei Personen leicht verletzt wurden. Der Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden.
Auf manchen Strecken brauchten die Autofahrer besonders viel Geduld. Die Straße zwischen Neufra und Wellendingen war nach einem Unfall mehr als eine Stunde lang gesperrt. Dort waren zwei Lastwagen zusammengestoßen und hatten die Straße komplett blockiert.
Kurz nach der Dunninger Ortsausfahrt in Richtung Schramberg rutschte ein Lastwagen an der leichten Steigung ins Bankett und blieb liegen. Lange Rückstaus waren die Folge, bis ein Abschleppfahrzeug das schwere Gefährt wieder flottgemacht hatte.
Zu erheblichen Behinderungen kam es auch zwischen Schramberg und Sulgen. Die Bundesstraße war nur bedingt befahrbar, teilt die Polizei mit. Etliche Fahrer hielten an, um Schneeketten aufzuziehen. Der viele Schnee bescherte den Schülern von Gymnasium und Realschule Schramberg einen freien Nachmittag. Da der Wetterdienst für den Nachmittag zunächst hohe Schneemengen angekündigt hatte, wurde der Unterricht abgesagt, da die Südbadenbus GmbH nicht sicherstellen konnte, dass die Schüler nach dem Unterricht wieder nach Hause gebracht werden können. Bereits am Morgen hatte der Schneefall für Verspätungen der Busse gesorgt, so dass einige Klassen erst nach der großen Pause komplett waren.
In Dornhan lagen gestern um die Mittagszeit schon gut 25 Zentimeter Schnee. "Man kann gar nicht aufhören mit dem Räumen", kommentierte Bauhofleiter Artur Glück die Lage. Acht Männer befreiten in der Kernstadt und in den Ortsteilen die Straßen von den Schneemassen. Mit Streusalz ist die Gemeinde laut Glück noch gut versorgt.
Kaum fielen in Sulz um 5.30 Uhr die ersten Flocken, mobilisierte Bauhof-Chef Alexander Beller alle 23 Mitarbeiter. "Weil es erst recht spät zu schneien angefangen hat, waren wir bis 7 Uhr noch nicht überall durch, aber wir bleiben dran", versicherte Beller.
Im Wald sieht Norbert Utzler derzeit keine Not: "Das müssten die Bäume noch ertragen", schätzte der stellvertretende Leiter des Kreisforstamts die Gefahr von Schneebrüchen gering ein. Spaziergängern riet er jedoch, auf den Wegen zu bleiben.
Seit 4.30 Uhr waren die ersten Männer des Oberndorfer Werkhofs auf Achse, um schneebedeckte Straßen zu räumen, berichtet Wolfgang Dausch vom Oberndorfer Tiefbauamt. "Alles, was fährt und läuft, ist seitdem draußen – ununterbrochen." Christian Blosl, Winterdienstleiter beim Werkhof, ergänzt: "Gut 20 Männer sind mit Lkw, Unimogs, Traktoren, Schaufellader und einer Baumaschine unterwegs." Hinzu kämen kleine Fahrzeuge. Beide Männer berichten außerdem von etlichen querstehenden Lkw, die auf der L 415 in Richtung Lindenhof Probleme hatten, weiterzufahren. Denen habe man mit Splitt geholfen.