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Kreis Rottweil Bundestagswahl: Alte und neue Gesichter

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Im September dürfen etwa 200.000 Menschen im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen ihre Stimme abgeben. Foto: Kappeler

Kreis Rottweil/Tuttlingen - Am Montagabend um 18 Uhr ist die Frist abgelaufen: Bis dahin konnten Vorschläge zu Bundestagswahlkandidaten für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen eingereicht werden. Wir stellen die wichtigsten Kandidaten vor.

Zwar sind die Kandidaten für Rottweil-Tuttlingen noch nicht offiziell von der Wahlkreisleitung bestätigt. Wer zur 19. Wahl zum Deutschen Bundestag antreten wird, ist aber kein Geheimnis mehr:   Für die CDU geht zum achten Mal Volker Kauder ins Rennen. Der 67-Jährige ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2005 Vorsitzender der Unionsfraktion. Kauder ist bisher stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen in den Bundestag eingezogen. Der Jurist wurde im September 2016 in Wellendingen mit 90,7 Prozent der 188 abgegebenen Stimmen von seiner Partei nominiert. Kauder ist außerdem Ehrenmitglied in der CSU.  

Für die SPD kandidiert Georg Sattler. Der 52-Jährige setzte sich am 14. Januar in Trossingen gegen einen weiteren Kandidaten durch. Am 11. Februar folgte dann die Wahl zum Kreisvorsitzenden der SPD in Wurmlingen. Der gelernte Mechaniker ist vor 25 Jahren als Jungsozialist in die Partei eingetreten. Inzwischen ist er in der zweiten Legislaturperiode Gemeinderat in Wurmlingen und seit 2014 im Kreistag Tuttlingen vertreten. Sattler arbeitet als technischer Angestellter, wenn er nicht gerade ehrenamtlich als Arbeitsrichter in Villingen-Schweninngen oder als Prüfer der Industrie- und Handelskammer für Werkzeugmechaniker tätig ist. 

Hubert Nowack vertritt die Grünen bei der Bundestagswahl. Der selbstständige Zimmermeister stammt aus Rottweil und ist 55 Jahre alt. Der Obermeister der Zimmerer-Innung Rottweil ist der Partei 2010 beigetreten. Er ist Mitbegründer des Grünen-Ortsverbands in Rottweil-Zimmern. Seit 2014 ist er als Fraktionssprecher der Grünen im Stadtrat und im Kreistag Rottweil tätig. Nowack war an der Gründung mehrerer Organisationen in Rottweil beteiligt, darunter die Interessengemeinschaft Team Gewerbepark Neckartal und der Verein zur Rettung des Kapuzinerklosters. Der 55-Jährige wurde am 21. September in Deißlingen mit 29 von 31 Stimmen zum Bundestagskandidaten nominiert.

 Das Gesicht der FDP im Wahlkreis für die Bundestagswahl ist Marcel Aulila. Der Spaichinger hat einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre und Politik und arbeitet im väterlichen Familienunternehmen. Die politische Laufbahn des 25-Jährigen hat vor fünf Jahren begonnen, als er 2012 den Ortsverband der Jungen Liberalen in Spaichingen gründete. Er ist Stadtrat in Spaichingen, war bereits FDP-Europakandidat, ist Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in Baden-Württemberg und seit Neuestem auch Beisitzer im FDP-Landesvorstand. Aulila wurde im Juni 2016 in Trossingen mit 44 von 45 Stimmen als Bundestagswahlkandidat der FDP nominiert.  

Reimond Hoffmann, 30 Jahre alt, tritt für die AfD an. Er ist in Rumänien als Teil der banater-schwäbischen Minderheit geboren. Aufgewachsen ist er jedoch in Rastatt und Freiburg. Hoffmann hat einen Master in International Economy und arbeitet zurzeit als parlamentarischer Berater für Haushalts- und Finanzfragen für die baden-württembergische Landtagsfraktion der AfD. Er wurde im November vergangenen Jahres in Kehl von der Partei nominiert, dort setzte er sich mit 66 Prozent der Stimmen gegen einen anderen Kandidaten durch.

 Die Linke schickt Laura Halding-Hoppenheit ins Rennen. Die gebürtige Rumänin, die ihr Alter nicht preisgeben möchte, ist Stadträtin für die SÖS/Linke in Stuttgart. Zuvor war sie als Bezirksbeirätin im Stuttgarter Norden tätig. Halding-Hoppenheit hat in Bukarest Kunstgeschichte und Archäologie studiert, bevor sie in den 70er-Jahren nach Deutschland kam. Ihr jahrzehntelanger Kampf für die Gleichberechtigung Homosexueller wurde im Januar 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt.  

Verena Föttinger vertritt die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). Die Diplomtheologin aus Fluorn-Winzeln ist am 15. Oktober in Stuttgart-Vaihingen zur Spitzenkandidatin der ÖDP für Baden-Württemberg gekürt worden. Die Mutter von zehn Kindern ist nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 in die ÖDP eingetreten. Von 1990 bis 2001 war sie Landesvorsitzende der ÖDP. Bei der Europawahl 2014 kandidierte sie noch auf Platz vier der Bundesliste, für die kommende Bundestagswahl wurde sie in Bühl auf Platz eins der Landesliste gewählt. Föttinger wurde einstimmig in Deißlingen nominiert.

Rund 200.000 Menschen haben am 24. September im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen die Möglichkeit, Bundespolitik mitzugestalten. Jeder dieser Wahlberechtigten hat dann zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird ein Kandidat aus dem Wahlkreis gewählt. Die Zweitstimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag. Bei der vergangenen Bundestagswahl gingen rund 140.000 Menschen im Wahlkreis zu den Urnen, die Wahlbeteiligung lag damit bei etwa 72 Prozent.

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