Kreis Freudenstadt 13 Narren-Präsidien tagen in Empfingen
(era), 20.04.2012 05:01 Uhr
Geister, Hexen, Schantle, Teufel: Die Narrenschar im närrischen Freundschaftsring Neckar Gäu gestaltet sich vielfältig.Foto: Archiv
Empfingen - Zum Mekka der schwäbisch-alemannischen Fasnet wird am Samstag die Gemeinde Empfingen, die das Präsidium des närrischen Freundschaftsringes Neckar Gäu zum Austragungsort der Arbeitstagung der schwäbisch-alemannischen Narrenvereinigungen und Verbände im Südwesten auserkoren hat.
Zum wiederholten Male ist der närrische Freundschaftsring Gastgeber dieser Tagung. Dass die Wahl auf Empfingen fiel, liegt einfach an der Infrastruktur des Ortes. Man brauchte für dieses Event rund 100 Übernachtungsmöglichkeiten, Räume für die Tagung und den abschließenden Bunten Abend, und alles auf möglichst kurzen Wegen erreichbar. Dazu natürlich noch einen Schultes, der den Fasnetsmachern aus dem gesamten Südwesten wohlgesonnen ist.
In Nenzingen von neun Präsidenten gegründet, gibt es seit 1972 diese alljährlich stattfindende Zusammenkunft. Ursprünglich als reine Präsidentenangelegenheit zum Meinungsaustausch gedacht, hat sich diese Tagung mittlerweile zu einem Instrumentarium entwickelt, von dem alle Narrenvereinigungen profitieren.
Das fängt bei Terminabsprachen an und hört bei der Abwicklung von sogenannten Großveranstaltungen auf. Seit 1985 gibt es zudem den "GEMA-Verein", der dafür sorgt, dass alle den Vereinigungen angehörenden Zünfte die selben Rahmenbedingungen erhalten. Der närrische Freundschaftsring Neckar-Gäu ist seit 1987 Mitglied dieser ARGE.
Zu Gast sind an diesem Tag in Empfingen die Präsidien der 13 größten Narrenvereinigungen und Verbände im Südwesten, die insgesamt mehr als 600 Narrenzünfte unter ihrem Dach vereinen.
Teilnehmen werden: Die Vereinigung schwäbisch – alemannischer Narrenzünfte, der Verband oberrheinischer Narrenzünfte, die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, der Narrenfreundschaftsring Schwarzwald–Baar–Heuberg, der alemannische Narrenring, der närrische Freundschaftsring Neckar-Gäu, die Vereinigung freier oberschwäbischer Narrenzünfte, die Schwarzwälder Narrenvereinigung, die Narrenvereinigung Kleggau, der Narrenfreundschaftsring Zollern-Alb, der Verband Alb-Bodensee-oberschwäbische Narrenzünfte, die Narrenfreunde Heuberg und der Ortenauer Narrenbund.
Nach Eintreffen der Narren werden Empfingens Bürgermeister Albert Schindler und Ringpräsident Karl-Heinz Schach bei einem Stehempfang im Foyer der Tälesseehalle die Delegationen gegen 10.30 Uhr willkommen heißen. Hernach steht ein gemeinsames Mittagsmahl im Hotel Empfinger Hof auf der Tagesordnung.
Das Nachmittagsprogramm beginnt gegen 13.30 Uhr im Zunftheim der Empfinger Narren mit der Sitzung der GEMA-Arbeitsgemeinschaft, bei der Präsident Hans-Jörg Kaufmann aus Stockach, Rechenschaft ablegen und über Neuerungen informieren wird. Im Nachhinein tagen die Präsidien der ARGE und befassen sich mit Themen, die den Vereinigungen auf den Nägeln brennen.
So stehen unter anderem Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung, Verträge mit der GEMA und der Umgang der Verbände mit sogenannten "Party- und Eventzünften" auf der Tagesordnung. Die Tagung endet gegen 17 Uhr mit einer Pressekonferenz.
Parallel dazu findet traditionsgemäß ein Partnerprogramm statt. Dieses führt die Gäste unter der Federführung des "Ring-Ehrennarren" Peter Kramer aus Horb zunächst zum Miniaturmaskenmuseum von Gerold Weschenmoser in Starzach-Bierlingen. Von dort geht es dann weiter zu einer Besichtigung von Schloss Weitenburg mit abschließender Kaffeetafel.
Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Tälesseehalle steht ein bunter Abend auf dem Programm, das von Akteuren der Ringzünfte des närrischen Freundschaftsringes Neckar-Gäu gestaltet wird.



