Aichtal - „Wie sicher ist mein Passwort?“, fragt die Homepage von „Check dein Passwort.de“. Um eine Antwort zu erhalten, soll der Nutzer einfach das Passwort in ein Suchfeld eingeben.

Da kommt erst einmal Skepsis auf: Wie sicher ist es, das eigene Passwort online zu testen und wer steckt hinter der Seite? Kann das wirklich seriös sein? Ein Klick auf das Impressum zeigt, hinter der kostenlosen Homepage steckt die Firma Mecodia aus Aichtal. „Ich kann verstehen, wenn man erst einmal skeptisch ist und das ist auch genau richtig“, sagt Felix Ebner von Mecodia. Er rät den Nutzern daher, einfach ein anderes Passwort, das ähnlich aufgebaut ist wie das eigene, zu benutzen. Zwar können er und seine Mitarbeiter nicht auf die eingegebenen Daten zugreifen, aber im Internet solle man immer auf Nummer sicher gehen. Den sicheren Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken lehren die 13 Mitarbeiter schließlich in Schulen und Firmen. Sie alle kennen sich aus Schulzeiten und sind mit den sozialen Netzwerken aufgewachsen. Der älteste Mitarbeiter ist 25 Jahre alt.

Keine Werbung lenkt ab

Die Seite, auf der Nutzer ihre Passwörter testen lassen können, haben sie als Service online gestellt, verdienen können sie daran nicht. „Wir wollen unser Wissen über Mediensicherheit teilen und vielleicht wird so der ein oder andere auch auf unsere Firma aufmerksam“, sagt der Geschäftsführer Markus Merkle. Die Nutzer werden dennoch nicht durch Werbung abgelenkt, die Seite ist schlicht gehalten. Gibt man ein Wort in das Suchfeld ein, verändert sich die Farbe des Hintergrunds. Bei nur einem Buchstabe ist sie feuerrot und es erscheint der Hinweis: „Ein herkömmlicher PC könnte dein Passwort innerhalb von 0, 0000000065 Sekunden knacken.“ Zusätzlich gibt die Seite zwei weitere Warnungen: „Das Passwort ist zu kurz“ und „Dein Passwort enthält nur Buchstaben.“ Je mehr Buchstaben oder Zeichen man eingibt, desto gelber und schließlich grüner wird die Seite. „Wir alle brauchen viele Passwörter, egal ob wir Online-Banking nutzen, in sozialen Netzwerken unterwegs sind, oder im Internet einkaufen“, sagt Markus Merkle. Deshalb sei es auch so wichtig, ein möglichst sicheres Wort zu wählen.

Auch ein Leitfaden mit den grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen steht auf der Seite. Die wichtigsten Regeln lauten, dass das Passwort lang sein sollte, Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen beinhaltet. „Allerdings darf es auch nicht zu kompliziert sein, sonst vergisst man es oder vertippt sich ständig“, sagt Felix Ebner. Er rät daher zu einem Satz-Trick, wie beispielsweise: „Heute Nachmittag um 16:30 Uhr gehe ich ins Fußballtraining.“. Daraus entsteht das schwer zu knackende Passwort: HNu16:30giiF!. Wichtig sei außerdem, sich alle acht Wochen ein neues Passwort einfallen zu lassen. Dennoch ist kein Code zu Hundertprozent sicher. „Aber entscheidend ist, dass man es den Angreifern so schwer wie möglich macht“, sagt Markus Merkle.

checkdeinpasswort.demecodia.de