Kommentar zu den Absatzzahlen bei Daimler Daimler bleibt auf der Überholspur

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Zetsche kann neue Rekorde verkünden Foto: dpa

Stuttgart - Wenn Daimler wieder einmal verkündet, im abgelaufenen Jahr so viele Autos wie noch nie verkauft zu haben, wirkt das fast schon wie eine Pflichtübung. Schließlich ist dies schon im fünften Jahr in Folge der Fall. Doch dieses Mal geht die Nachricht über die übliche Erfolgsmeldung hinaus. Denn erstmals seit langem liegt Daimler wieder vor dem Rivalen Audi. Dass der langjährige Dritte die rote Laterne abgab, zeigt: Daimler profitiert nicht nur von der allgemeinen Entwicklung , sondern schafft sich seine Konjunktur zumindest teilweise selbst.

Das zeigt sich besonders in China, wo Daimler das Kunststück gelungen ist, seine Position stark auszubauen, obwohl das Land immer wieder von Börsenabstürzen heimgesucht wird. Gewiss, noch befindet sich der Konzern dort auf Aufholjagd. Doch das hartnäckige Bemühen, sich aus einer Position der Schwäche heraus nach vorn zu arbeiten, trägt nun deutlich Früchte.

Gewiss – immer mehr Autos baut Daimler im Ausland; und auch die Rechnung, wonach die Autos mit Komponenten aus Untertürkheim ausgestattet werden, gilt nicht mehr uneingeschränkt, seit etwa Motoren in großer Zahl auch im Ausland gefertigt werden. Doch ein Konzept, die Welt von Deutschland aus zu beliefern, würde ohnehin nicht mehr ­aufgehen – nicht nur wegen der Arbeitskosten, sondern auch, weil viele Länder Importe mit hohen Abgaben versehen und sich der Konzern dadurch immensen Währungsrisiken aussetzen würde. Dennoch ist die Heimatbasis nicht abgekoppelt: Je mehr Daimler in aller Welt verdient, desto mehr kann das Unternehmen in moderne Technologien investieren, nicht zuletzt in Deutschland. An den ­Erfolgen rund um den Globus ist die ­Heimatbasis somit auch weiter beteiligt.

 

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