Königsfeld Wenig Interesse an Förderprogramm

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Bürgermeister Fritz Link (links) mit Tobias Bacher (Mitte) und Klaus Braun im Heizraum des Rathauses, wo Sanierungen bald für Energieeinsparungen sorgen sollen. Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Kaum nachgefragt ist bislang ein Förderprogramm der Gemeinde für Energie-, Heiz- und Gebäudechecks. Bis zu 150 Euro können Nutzer im Jahr einsparen, so Bürgermeister Fritz Link und Tobias Bacher von der Energieagentur Schwarzwald-Baar.

Königsfeld. Laut Link handelt es sich um eine Maßnahme im Rahmen des European Energy Awards. Der Energiebericht zeige das seit 1998 beste Einsparergebnis der Gemeinde. Königsfeld zahle trotz gestiegener Energiepreise das selbe wie vor 19 Jahren.

Das Förderprogramm erfolgt in Kooperation mit Energieagentur und Verbraucherzentrale. Veralteter Gebäudebestand bringe die höchsten Umweltbelastungen, so Link. In Königsfeld gebe es viele Bauten aus den 50-ern und 60-ern.

Deshalb habe man sich größere Resonanz erhofft. Vom zur Verfügung gestellten Budget von 3000 Euro seien bisher nur 640 Euro, 21 Checks, abgerufen worden. In anderen Kreisen sei die Resonanz gut, Nutzer sehr zufrieden, so Bacher. Bei Gebäuden gebe es immer einen Ratschlag. Angeboten werden drei Untersuchen, die jeweils unterschiedlich von der Gemeinde bezuschusst werden.

Beim Heizcheck geht es um die unabhängige Bewertung der Heizungsanlage und ihrer Komponenten. Es gibt ein zweitägiges Messprogramm, Dämmstandards, Dimensionierung und hydraulische Situation werden überprüft. Häufig ließen sich durch kleine Änderungen viel erreichen. Königsfeld bezuschusst den 40 Euro teuren Test komplett.

Laut Bacher findet der Heizcheck möglichst bei Temperaturen unter fünf Grad statt, um über 24 Stunden hinweg eine möglichst langen Laufzeit der Heizung abbilden zu können. Geprüft würden zum Beispiel Nachtabsenkung und Raumtemperatur. Die Anlagen dürfen nicht älter als 25 Jahre sein. Auch neue Anlagen seien geeignet, interessant speziell Brennwertkessel. Bis zu 150 Euro pro Jahr könnten gespart werden.

Komplett von der Gemeinde bezuschusst wird auch der Gebäudecheck. Dabei stehen alle Energieverbraucher im Fokus. Dritter Bestandteil ist die Untersuchung der Gebäudethermografie, des bauphysikalischen Zustands per Wärmebildkamera. Das findet in der Regel frühmorgens oder spätabends statt um eine Verfälschung der Ergebnisse zu vermeiden. Aufgespürt werden können Kältebrücken oder nicht optimale Dämmung. Die Untersuchung kostet 150 Euro, die Gemeinde gibt 50 Euro dazu.

Der Kunde bekommt nach dem Abschluss der Untersuchungen nicht nur Infos zu Schwachstellen sondern gegebenenfalls auch zu Fördergeldern oder Darlehen für bauliche Veränderungen, hebt Bacher hervor.

Die Angebote sind einzeln oder kombiniert für Wohngebäude, auch WEGs, verfügbar. Interessenten müssen ein einfaches Bewilligungsverfahren durchlaufen beziehungsweise ein kurzes Formular ausfüllen. Das kann von der Homepage der Gemeinde heruntergeladen werden. Anträge sind bis Weihnachten möglich. Infos unter Telefon 0771/89 65 964 oder 07725/80 09 31).

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