Königsfeld Von Solaranlage bis Seniorennetzwerk

Hans-Jürgen Kommert, 22.04.2012 08:58 Uhr

Königsfeld - In Grenzen hielt sich das Interesse der Bürger am Nachhaltigkeitstag im Haus des Gastes.

Die Ausstellung zur Nachhaltigkeit gehörte zu einer landesweiten Aktion. Bei seiner Rede zur Eröffnung machte Bürgermeister Fritz Link darauf aufmerksam, dass diese Aktion im Vorfeld vor dem Erdgipfel in Rio de Janeiro steht. Bei diesem Gipfel geht es darum, den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen. Es wäre eine wichtige Weichenstellung für die Erderwärmung, wenn dabei ein Konsens zustande käme, machte er klar. Ökologie, Ökonomie oder auch soziale Ebene: Link befand, dass vielerlei zusammenwirken müsse, um zu funktionieren. Denn, so der Bürgermeister, "Nachhaltigkeit fängt bei jedem Einzelnen an."

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Im Haus des Gastes hatten viele Organisationen, aber auch Einzelpersonen Informationsstände aufgebaut und waren bereit, mit den Besuchern über ihr Thema zu sprechen. So bewies Josef Rottler aus Neuhausen, dass auch mit relativ einfachen Mitteln ein Passivhaus entstehen kann. "Ich habe einen Altbau, bin aber energieautark", berichtete er. Ein Klein-Blockheizkraftwerk und handelsübliche Photovoltaik auf dem Dach sorgen dafür, dass in den meisten Fällen kein Strom aus dem Netz entnommen werden muss.

Der Forst, aus dessen Sprachschatz das Wort Nachhaltigkeit kommt, beließ es nicht nur bei einem Stand. Vielmehr sorgten Försterin Tanja Dold, Förster Peter Gapp und Oberforstrat Bernhard Hake sowohl im Rotwald als auch im Doniswald dafür, dass jeder Interessent Nachhaltigkeit erfahren konnte.

Der BUND mit Detlef Dannert zeigte auf, was im Biotop Gaienbühl an Artenvielfalt zu finden ist. Thomas Schalk vom NABU referierte über Schmetterlingsarten, die es in solchen Gebieten gibt. Ein Radspezialist informierte über E-Bikes, passend dazu die Tourist-Info über das E-Bike-Konzept sowie das Klimamobil. Die Hochschule Furtwangen zeigte in ihrer Studie auf, wie gut LED-Beleuchtung funktioniert.

Auf das Angebot nachhaltigen Welthandels mit fair gehandelten Waren machte der Verein Ujamaa aufmerksam.

Das Netzwerk "Bürger Aktiv: miteinander – füreinander – Nachhaltig leben" umfasst von der Unterstützung bei Schularbeiten bis hin zu Fahrdiensten oder Vorlesen viele ehrenamtliche Leistungen. Einzige Bedingung: Man muss Kontakt aufnehmen. Auf ihre Initiative geht auch der Seniorenkurs "Internet goes Ländle" zurück. Dass Internet nicht der Jugend gehört, sondern auch Senioren Freude am "Surfen" empfinden, beweist dieses Seniorennetzwerk.

Die Besucher ließen sich nachhaltig von den Landfrauen rund ums Glasbachtal mit heimischen Produkten verwöhnen.

 
 
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