Von Jürgen Liebau

Königsfeld. Die neuapostolische Kirche schließt ihr Gotteshaus in Königsfeld und gliedert die Gemeinde nach St. Georgen ein. Das gab der Bezirksbeauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Helwin Ziegler gestern Abend bekannt.

Am kommenden Donnerstag wird ab 20 Uhr der letzte Gottesdienst der Gemeinde in Königsfeld stattfinden. Dazu hat sich Bischof Urs Heiniger aus Waldshut angesagt. "Auch Freunde und Nachbarn sind eingeladen. Ab Sonntag werden die Mitglieder der Gemeinde Königsfeld dann die Gottesdienste in St. Georgen besuchen", so Ziegler.

Ziegler nennt die Gründe für die Schließung. So hätten sonntags nur noch etwa 25 Gläubige die Gottesdienste besucht. Außerdem war mit dem Eintreten des Gemeindevorstehers Josef Schwörer in den Ruhestand kein Seelsorger mehr vor Ort vorhanden.

Ziegler: "Die Kirchenleitung bedauert, dass die Gläubigen nun einen weiteren Weg zum Gotteshaus zurücklegen müssen. Andererseits können durch die Gemeindefusion die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden". Auch die Mitglieder des Kirchenchors werden künftig im St. Georgener Chor singen können.

Nach Burgberg und Schabenhausen reichen die Wurzeln der Neuapostolischen Gemeinde. 1931 fanden dort die ersten Gottesdienste statt. In Königsfeld wurden ab 1950 die Gottesdienste im Betsaal der katholischen Kirche in der Friedrichstraße abgehalten. 1971 bezog die Gemeinde ihre eigene kleine Kirche in der Stellwaldstraße. Ziegler erklärte, dass noch nicht feststehe, was mit dem Kirchengebäude in Zukunft geschieht.