Kehl Straßburger Tram darf nach Kehl rollen

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Harald Krapp (von links), erster Beigeordneter der Stadt Kehl und Betriebsleiter der Technischen Dienste Kehl, CTS-Direktor Jean-Philippe Lally und der Präsident der Straßburger Verkehrsbetriebe CTS, Alain Fontanel, bei der Unterzeichnung des Vertrags. Foto: Stadt Kehl

Kehl (red/vk). Dem grenzüberschreitenden Tramverkehr steht nichts mehr im Weg: Der Präsident der Straßburger Verkehrsbetriebe CTS, Alain Fontanel, CTS-Direktor Jean-Philippe Lally und Harald Krapp, erster Beigeordneter der Stadt Kehl und Betriebsleiter der Technischen Dienste Kehl (TDK), haben am Dienstag in einem Tramzug an der Haltestelle Kehl Bahnhof den 110 Seiten umfassenden Betriebsführungsvertrag unterzeichnet. Dies teilt die Kehler Stadtverwaltung mit.

Nachdem die Liniengenehmigung des Regierungspräsidiums bereits vorgelegen habe, seien mit dieser Unterschrift die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Tram von der Haltestelle vor dem Kehler Bahnhof bis zur Mitte des Rheins fahren dürfe. Auf der Straßburger Rheinseite stehe die Betriebsgenehmigung noch aus.

Es sei "ein besonderer Augenblick", so Krapp, dass nach so langer Zeit der Moment gekommen sei, dass die Tram zwischen Straßburg und Kehl wieder rollen werde. Er spielte damit auf den Umstand an, dass es diese Verbindung Anfang des 20. Jahrhunderts schon einmal gegeben hatte. Der Vertrag sei in langen freundschaftlichen Gesprächen ausgehandelt worden – insgesamt hatten diese sich über nahezu drei Jahre hingezogen. "Ich freue mich sehr, dass wir heute diese Unterschriften leisten können."

Fontanel betonte die hohe symbolische Bedeutung der Vertragsunterzeichnung: Damit werde besiegelt, dass zum ersten Mal ein französisches Verkehrsunternehmen mit einer Straßenbahn ins Ausland fahre. Mit der Buslinie 21 habe die CTS mehr als fünf Jahrzehnte lang deutsches Terrain bedient, aber noch nirgendwo fahre eine französische Straßenbahn über eine Staatsgrenze.

Der CTS-Präsident wies darauf hin, dass zwar auf Kehler Seite die Liniengenehmigung für die Tram bereits vorliege, diese aber für den Abschnitt zwischen der Haltestelle Aristide-Briand und der Rheinmitte noch ausstehe. Man werde die Genehmigung von der Präfektur aber noch vor dem 29. April erhalten – also jenem Tag, an dem die grenzüberschreitende Tram ihren offiziellen Betrieb aufnehmen soll.

Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. April, wird die Inbetriebnahme der Verlängerung der Tramlinie D mit einem großen Fest für die Bürger von beiden Rheinseiten gefeiert. Die Tram fährt dabei etwa alle sieben Minuten über den Rhein – die Fahrt auf der gesamten Tramlinie D ist an beiden Tagen kostenlos.

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