Kalinka-Prozess Mediziner erneut zu 15 Jahren verurteilt

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Kalinka, eine Französin polnischer Abstammung, war 1982 im Haus ihrer Mutter und ihres Stiefvaters in Lindau am Bodensee unter unklaren Umständen gestorben. Foto: dpa

Paris - Der deutsche Arzt Dieter K. ist wegen des 30 Jahre zurückliegenden Todes seiner Stieftochter Kalinka erneut zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Das Berufungsgericht in Creteil bei Paris befand ihn nach Angaben französischer Medien am der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge für schuldig. Einer der beiden Anwälte kündigte umgehend Berufung gegen das Urteil an.

Leiblicher Vater Kalinkas ließ Mediziner 2009 nach Frankreich verschleppen

Der 77-Jährige beteuerte noch kurz vor dem Urteil im Gericht seine Unschuld. "Ich schwöre bei Gott, dass ich Kalinka weder vergewaltigt noch getötet habe." Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch mindestens 15 Jahre Haft gefordert. In erster Instanz war der aus Bayern stammende Mann 2011 ebenfalls zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht befand, er habe die 14-jährige Französin 1982 sexuell missbrauchen wollen und ihr ein Beruhigungsmittel sowie eine Spritze verabreicht. Infolge der Injektion soll das Mädchen dann in Lindau am Bodensee gestorben sein.

Kalinkas leiblicher Vater André Bamberski hatte den Mediziner 2009 nach Frankreich verschleppen lassen. Nur deswegen konnte der Stiefvater vor Gericht gestellt werden. Zuvor war die Auslieferung verweigert worden.

  
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