Von Karl Schwager Jungingen. Bestens in Form präsentierten sich am Sonntag beide Orchester der Junginger Eintracht bei ihrem Jahreskonzert.Zunächst formierten sich die Nachwuchsmusiker mit ihrem Dirigenten Thomas Brolde auf der Bühne. Die fulminante Cimarron-Ouvertüre von Mark Williams setzte den vielversprechenden Auftakt des konzertanten Blasmusikreigens der Jungmusiker, der mit poppigen Klängen von Phil Collins in die zweite Runde ging, gefolgt von einer verspielt-quirligen Hommage an den Zeichentrick-Helden Speedy Gonzales und einem ebenso gelungenen Schlagzeug-Solo, bei dem Niklas Ammann und David Kohler zu punkten wussten. Mit einer Weihnachtsweise aus Portugal als Zugabe verabschiedeten sich die jungen Talente vom begeistert applaudierenden Publikum.

Moderator Simon Diez kündigte nach der Umbaupause die erste musikalische Kostprobe des Großen Orchesters an: "Eine Nacht in Venedig", überaus schwungvoll dargeboten. Nicht der letzte Höhepunkt der auch im weiteren Verlauf ihres Jahreskonzerts hoch konzentriert und dennoch überaus locker aufspielenden Musikanten. Auch mit ihrer zweiten Partitur, dem fulminant-euphorischen "Imagasy" von Jerry Nowak, und dem "Wild Cat Blues" von Vlad Kabec überzeugten die Musiker. Nicht zuletzt Petra Killmayer setzte auf der Solo-Klarinette Akzente.

Ein weiterer Höhepunkt im Programm war das Medley des schwedischen Erfolgsquartetts Abba, bevor sich die gestandenen Blasmusiker der Eintracht wie stets bei ihrem Jahreskonzert mit einem Karl Lepold gewidmeten Marsch vom Publikum verabschiedeten.

Zwei Zugaben erklatschte sich das hingerissene Publikum – auch zur Freude von Eintracht-Chef Gerhard Schuler, der am Ende des Konzertabends die Gelegenheit nutzte, um den 2012 verstorbenen Kameraden ein weiteres Mal die Referenz zu erweisen.