
Von Karl Schwager
Jungingen. Das Projekt Freibadfreunde steht am Scheideweg: Schritt für Schritt wolle man die Verantwortung fürs Bädle in den nächsten beiden Jahren an die Gemeinde zurückgeben, beschied der Vorsitzende, Armin Kleinmann ,am Samstag in der Hauptversammlung im Gemeindesaal.
Drei Tage später als geplant habe die Saison im Bädle im vergangenen Jahr begonnen. Ein Sturm hatte Äste auf der Liegewiese geknickt, und die habe man erst durch einen Baumkletterer herunter holen müssen, erinnerte sich der Chef der Freibadfreunde in seinem Jahresbericht.
Einige angenehme Arbeitserleichterungen habe es für die ehrenamtlichen Helfer im sechsten Vereinsjahr gegeben. Aufgrund der Einführung der Saisonkarten zum Schnäppchenpreis und der damit verbundenen drastischen Anhebung des Obolus für die Tageskarten sei die Besetzung des Kiosks keine zwingende Voraussetzung mehr für den Badebetrieb gewesen.
Und so trübte nur die kalte Witterung im Sommer den Badespaß im Bädle, so Kleinmann. Von den angepeilten 93 Öffnungstagen habe man immerhin an 63 Tagen die Pforten öffnen können. Zwei Drittel davon mit geöffnetem Kiosk, für den es im Übrigen zusehends schwerer werde, Helfer zu finden. Auch die Übernahme der Reinigungsarbeiten durch ein von der Gemeinde beauftragtes Unternehmen habe den Aufwand für die Ehrenamtlichen verringert und erfreulicherweise habe der Gemeinderat beschlossen, auch in diesem Jahr das Personal für die Reinigungsarbeiten zu stellen.
Insgesamt 5103 Badegäste habe man 2011 gezählt, wusste Kassier Thomas Hanschke im Rahmen seines Kassensturzes zu berichten. Aufgrund des zu kalten und zu nassen Sommers sei die Anzahl der Besucher im Vergleich zur Badesaison 2010 so um mehr als 3100 geringer gewesen. Von Regen und Kälte gebeutelt sei auch die Sause der Freibadfreunde auf der Liegewiese gewesen. Im Pool geplanscht habe in diesem Tag keiner und richtig Hochbetrieb im Bädle habe es erst in den Abendstunden beim Schwof mit Oliver Simmendingers Band „Why not“ gegeben.
Um künftig auf der sicheren Seite zu sein, werde man das Freibadfest in diesem Jahr bereits Ende Juni angehen, so Kleinmann, der daraufhin seine Vorstellungen, wie es mit dem Freibad künftig weitergehen soll zur Diskussion stellte. Vorstellbar wäre, so Kleinmann, den Kiosk ab 2013 günstig zu verpachten. Hierfür sei dann die Gemeinde zuständig. Die noch verbleibenden Arbeitsbereiche Sanierung/Technik und die Pflege der Liegewiese könne man in den Jahren 2013 und 2014 noch übernehmen – dann falle die Verantwortung hierfür wieder an die Gemeinde zurück, so Kleinmann mit Blick auf den anwesenden Bürgermeister-Stellvertreter Gustolf Kohler.
Sicher sei in jedem Fall: Bis zum St. Nimmerleinstag würden die Freibadfreunde nicht zur Stelle sein, um den Badebetrieb aufrecht zu erhalten, so Kleinmann. „Die Luft ist raus“, so brachte es der Bädle-Chef auf den Punkt .
In den anschließenden Vorstandswahlen wurde Kleinmann im Übrigen einmütig im Amt bestätigt und für den aus dem Amt scheidenden zweiten Vorsitzenden Bernd Potschien wurde Alexander Ratzke gewählt. Ebenso einmütig das Votum für Kassier Thomas Hanschke, Schriftführerin Grit Winger und die Beisitzer Susanne Hanschke, Gerhard Schuler, Gerd Winter, Kurt Kleinmann, Sylvia Jäck, Marianne Dannecker und Dörte Hänel. Harald Frank und Jürgen Kleinmann wurden im Amt der Kassenprüfer bestätigt.