Jettingen Bürgerwille definiert Sanierungsziele

Tim Geideck, 26.07.2012 08:20 Uhr

Jettingen - Kommendes Jahr will die Gemeinde Jettingen erneut einen Antrag auf Aufnahme in das Landessanierungsprogramm stellen. Im Fokus stehen die Öschelbronner Straße und die Kohlplatte in Unterjettingen.In puncto Landessanierungsprogramm ist Peter Holzhauer ein alter Hase. Zwei Maßnahmen hat der Jettinger Hauptamtsleiter in der Gäugemeinde bereits begleitet; die Sanierung "Öschelbronner Straße/Kohlplatte" wäre die dritte. Vor allem auf Holzhauers Wissen will Bürgermeister Hans Michael Burkhardt bauen, denn für die sogenannten "vorbereitenden Untersuchungen" – der erste Schritt auf dem Weg in Richtung Landessanierungsprogramm – will die Gemeinde keinen externen Planer beauftragen.

Für Bürgermeister Hans Michael Burkhardt hat das vor allem finanzielle Gründe: "Wir rechnen nicht unbedingt damit, dass wir in das Landessanierungsprogramm aufgenommen werden, und wollen die Kosten möglichst niedrig halten." Durch die vorbereitenden Untersuchungen will die Gemeinde nun die Sanierungsbereitschaft der Grundstückseigentümer, Mieter und Pächter im betroffenen Gebiet prüfen und verschickt demnächst entsprechende Fragebögen. Darauf basierend sollen anschließend die Sanierungsziele formuliert werden.

Das Sanierungsgebiet soll die gesamte Öschelbronner Straße sowie die Kohlplatte bis kurz hinter die Einmündung zur Hölderlinstraße umfassen. Der Gemeinderat wird die Grenzen im Lauf des Verfahrens noch durch eine förmliche Satzung festlegen. Grundstückseigentümer, Mieter und Pächter in diesem Gebiet erhalten während der in der Regel mehrjährigen Sanierungsphase einen Zuschuss von Land und Gemeinde für Sanierungsmaßnahmen. In nicht-öffentlicher Sitzung hatte der Gemeinderat das Thema zuletzt vorberaten und das Sanierungsgebiet als "sinnvoll und geeignet" eingestuft. Bis zum 31. Oktober muss ein Antrag in Stuttgart eingehen, um 2013 in das Landessanierungsprogramm aufgenommen zu werden. Burkhardt kündigte allerdings schon an: Sollte die Gäugemeinde nicht zum Zuge kommen, will sie gegebenenfalls selbst ein kommunales Förderprogramm auflegen.

 
 
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