
Jettingen - Hans Michael Burkhardt kann mit einem großen Rückhalt aus der Bevölkerung in eine zweite Amtszeit gehen. 98,4 Prozent der Wähler bestätigten den Jettinger Bürgermeister gestern im Amt. Die einzige mit Spannung erwartete Zahl bei nur einem Kandidaten war die Wahlbeteiligung: Sie lag bei 41,3 Prozent.Während die meisten der 2199 Jettinger Bürger, die gestern an die Urnen gegangen waren, ihre Zustimmung mit einem einfachen Kreuz hinter dem Namen von Hans Michael Burkhardt zeigten, hob sich der 2200. Wahlzettel davon deutlich ab. Ihn hatte eine neunjährige Einwohnerin an Burkhardt geschickt und geschrieben, warum sie ihn wählen würde: Weil er seine Arbeit gut gemacht habe – und er sich auch weiterhin für Jettingen einsetzen solle.
Auch wenn diese Stimme freilich nicht in das Ergebnis einfloss, drückte sie eine allgemeine Stimmung der Zufriedenheit aus, die Burkhardt zu einem Wahlsieger machte, auch wenn er als einziger Kandidat als solcher schon vor dem Urnengang feststand. Deutlicher Anhaltspunkt war die Wahlbeteiligung von 41,3 Prozent. 5321 Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen. 23 Stimmen vereinte Frank Bräuning auf sich. Er hatte nicht kandidiert und stand somit auch nicht auf dem Vordruck.
"Sie haben in den ersten acht Jahren eine hervorragende Arbeit geleistet", attestierte Erich Brösamle, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses Burkhardt, als er das Ergebnis bekannt gab. Ob Wirtschaft, Soziales oder Schulen – in allen Bereichen sei Burkhardt die Dinge kompetent angegangen. "Die Jettinger Bürger sind froh, einen so jungen, dynamischen Bürgermeister zu haben", sagte Brösamle, was eine ganze Reihe von Bürgern, die ins Rathaus gekommen waren, mit Applaus unterstrichen.
"Mit diesem Schwung sollen Sie in ihre zweite Amtszeit gehen", sagte Landrat Roland Bernhard und bezog sich auf das Spiel des Musikvereins Unterjettingen. Wenn mehr als 2000 Menschen bei diesem Wetter zur Wahl gingen, sei dies eine tolle Zustimmung. Burkhardt habe keinen Gegenkandidaten gehabt, weil er gute Arbeit leiste.
Der Jettinger Schultes gehe die Dinge ruhig und zielstrebig an, sagte Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler, der für die Bürgermeisterkollegen gratulierte. Die Wahlbeteiligung zeige: Wenn es darauf ankomme, machten es die ansonsten sparsamen Jettinger richtig.
Nachdem die Wahl vor acht Jahren ein Vertrauensvorschuss gewesen sei, habe er nun einen großen Vertrauensbeweis erfahren, sagte Wahlsieger Burkhardt. Es tue gut, mit so einer Bürgerschaft und so einem Ergebnis in eine weitere Amtszeit zu gehen. Die Wahlbeteiligung zeige, dass die Jettinger eine Wahl noch wertschätzten.