Hüfingen/Bräunlingen - Das Nadelöhr für Radfahrer zwischen Mundelfingen und Döggingen könnte 2014 der Vergangenheit angehören.Die Städte Hüfingen und Bräunlingen beantragten beim Landkreis Schwarzwald-Baar einen Zuschuss für den Bau eines Radweges entlang der Kreisstraße 5739.

Im Umweltausschuss des Kreises soll am kommenden Montag grünes Licht dazu gegeben werden.

Mundelfingen ist derzeit verkehrstechnisch nur über die Kreisstraße und einige Buslinien erschlossen. Der nächste Zuganschluss für überregionale Ziele ist am Bahnhof in Döggingen möglich. Mit einem Radweg wäre dann die Zuganbindung ohne Auto möglich.

Die beiden Bürgermeister Anton Knapp (Hüfingen) und Jürgen Guse (Bräunlingen) sehen durch den Radweg eine infrastrukturelle Aufwertung der ländlichen Gemeinde Mundelfingen. Neben den Pendlern hätten auch Schüler und Touristen eine bessere Anbindung an den überregionalen und regionalen Schienenverkehr.

Derzeit wird zwischen Hüfingen und Mundelfingen der Radweg ausgebaut. Mit der gewünschten Querspange nach Döggingen würde ein weiterer Lückenschluss im touristisch genutzten Radwegenetz "Quellregion Donau" geschlossen. Mundelfingen erhofft sich vor allem eine touristische Aufwertung. Seit Jahrzehnten haben die Bürger bereits diesen Wunsch. In Döggingen ist die Servicestation "Bike + Hide" der Gauchachschleife Rad und Wandern stationiert.

Der geplante Radweg ist auch ein gutes Argument für den geplanten Wohnmobilstellplatz in Döggingen, der ebenfalls in der Nähe der "Bike + Hide"-Station gebaut werden soll.

Der Radweg verläuft in Mundelfingen vom Feldweg zum Berghof an entlang der Landstraße 171 bis zur Kreuzung beim Lang-Hag-Hof. Dann verläuft er parallel der Kreisstraße 5739 bis auf Bräunlinger Gemarkung. Dann wird der Radweg ohne größere Steigung und Gefälle in Richtung Trieferweg auf dem vorhandenen Gras- und Feldweg ausgebaut. An der Einmündung Trieferweg würde er dann neben der Kreisstraße bis nach Döggingen zum Gewerbegebiet Wieselbrunn führen. Die Kreisstraße wird gekreuzt und der Bahnhof damit angebunden.

An geschätzten Kosten entstehen für die 1,53 Kilometer auf Hüfinger Gemarkung 275 000 Euro. Für die 1,34 Kilometer auf Bräunlinger Gebiet sind es 190 000 Euro. Nicht enthalten in den Kosten sind der Erwerb von Grundstücken und Entschädigungen für Landwirte.