Hüfingen Prozession erhält hohen Besuch

Schwarzwälder-Bote, 06.06.2012 01:16 Uhr

Von Klaus Spathelf

Hüfingen. Rechtzeitig vor Fronleichnam erschien die zweite, überarbeitete Auflage der Broschüre "Fronleichnam in Hüfingen". Mit wenigen Änderungen, Pfarrer Manuel Grimm hat zusammen mit Harald Weh, dem ersten Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, ein neues Nachwort verfasst. Die inhaltliche Seite wurde dabei entsprechend überarbeitet.

Der Blumenteppich in Hüfingen stellt schon etwas Einmaliges dar, vor allem "was die Größe und Länge anbetrifft. Letztes Jahr war ich um 4.30 Uhr auf der Straße und habe über 350 Personen gezählt, die damit beschäftigt waren, Blumen zu legen", verrät Bürgermeister Anton Knapp.

Die Fronleichnamsprozessionen in der römisch-katholischen Kirche sind seit dem 14. Jahrhundert üblich. Seit dem 18. Jahrhundert sind die Blumenteppiche nachweisbar. Die ältesten bekannten Blumenteppiche stammen aus dem italienischen Städtchen Genzano bei Rom. Von dort gelangten sie auch nach Hüfingen.

Der fast 300 Meter lange Teppich besteht aus tausenden von Blüten und befindet sich in Hüfingen zwischen Oberem Schloss und Stadtkirche. Jahr für Jahr entsteht da ein Gemeinschaftskunstwerk aus herrlichen Ornamenten und fein gestalteten Motiven.

Die Organisatoren erkennen sehr wohl, dass die Zahl der Helfer nicht mehr kleiner werden darf. Zum ersten Mal werden auch die Ortsteile von Hüfingen mit eingebunden. Auch für Weihbischof Bernd Uhl aus Freiburg wird es eine Premiere sein.

Pfarrer Manuel Grimm ist sich im Klaren darüber, dass "ein so großer Wurf nicht jedes Jahr möglich ist. Wir haben aber auch in diesem Jahr wieder die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune unter Beweis gestellt. Davon werden wir in Zukunft auch zehren können. Ein derartiger Aufwand geht nicht in jedem Jahr, darüber sind wir uns im Klaren."

 
 
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